Spaziergänger schlägt Alarm: 200 Quadratmeter Wald bei München in Flammen

Geht die Serie von Brandstiftungen in einigen Waldgebieten südöstlich von München weiter? Fast sieht es so aus. Am Freitagmorgen brannte es in einem Waldstück südwestlich der Ortschaft Neukeferloh im Landkreis München. Die Feuerwehr Grasbrunn rückte aus und löschte die Flammen. Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Ein 45 Jahre alter Spaziergänger bemerkte am Freitag gegen 9.15 Uhr morgens Brandgeruch und sah Rauch aufsteigen. Er schlug umgehend Alarm. Die Freiwillige Feuerwehr von Grasbrunn rückte aus. „Auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern stand eine Jungwaldschonung in Flammen“, sagte Polizeisprecher Tobias Schenk am Sonntag. Der Sachschaden an der Pflanzung wird auf einige Tausend Euro geschätzt. Verletzt wurde bei dem Feuer nach Polizeiangaben niemand.
Spuren deuten auf vorsätzliche Brandstiftung hin
Brandfahnder der Kripo haben die Schonung untersucht. Die Experten gehen nach Polizeiangaben von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Dafür spricht, dass die Stelle, an der das Feuer ausbrach, weitab der üblichen Wander- und Ausflugsrouten liegt. Nicht einmal ein Trampelpfad führt in das fragliche Gebiet. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Unterstützung. Wem sind am Freitagmorgen verdächtige Personen in der Umgebung von Grasbrunn aufgefallen? Es geht um ungewöhnliche Wahrnehmungen im Bereich der Waldbrunner Straße zum Friedhof und des Schwabener Wegs in Grasbrunn. Zeugen werden gebeten, sich im Präsidium zu melden unter der Telefonnummer 089/29100 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle.
Seit Jahren brennt südöstlich von München immer wieder der Wald
Bereits seit 2000 kommt es im Südosten von München in Waldgebieten auffallend häufig zu Bränden. Zuletzt hatte es in dem Gebiet im Juni vergangenen Jahres gebrannt. Auch damals ging die Polizei von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Betroffen war eine Waldschonung zwischen der Putzbrunner Straße und dem Solalindner Weg. Eine Frau hatte mittags Brandgeruch wahrgenommen und die Feuerwehr alarmiert. Ein ehemaliger Feuerwehrmann aus der Gegend wurde von der Polizei 2025 festgenommen und von der Staatsanwaltschaft Anfang 2026 wegen Brandstiftung angeklagt.