Spaßbremse an der Isar: Das auch noch bei der Hitzewelle in München...

Bei diesen Temperaturen gehe ich so oft wie möglich meiner Leidenschaft nach: Der Abkühlung an der Isar. Blöd nur, ich bin damit nicht alleine. Und damit meine ich jetzt nicht die Massen an Münchnerinnen und Münchner am Flussufer, sondern: die Kriebelmücke. Wie es aussieht, teilen wir zwei dieselbe Leidenschaft, was mir jetzt Leiden schafft.
Relaxen an der Isar bis der Juckreiz kommt
Ist Ihnen das Ding auch schon begegnet? Unscheinbar, ein schwarzer Punkt in der Luft, der lautlos ohne Summen angreift. Auch sonst hat der Angreifer nichts von einer Mücke. Obwohl die Kriebelmücke so heißt, handelt es sich um eine Fliege. Und die sticht nicht, sondern sie beißt. Der Biss betäubt die Wunde, damit der biestige Blutsauger in Ruhe sein Mahl genießen kann. Der Juckreiz kommt erst später, dafür aber umso heftiger. Bloß nicht kratzen, sagt der Arzt. Der wurde wahrscheinlich noch nie von einer Kriebelmücke gebissen. Aber im Ernst: Sollte die Stelle rund um den Biss schnell auf Horrorfilmausmaße anschwellen und der Juckreiz zum Zwang wird, gehen Sie bitte doch zum Arzt. Und muss ich mich jetzt von der fiesen Fliege vertreiben lassen, Isar adé? Ich denke nicht. Denn der Fiesling frisst wohl gerne in der Dämmerung.

Als ich letztens gegen 19 Uhr wieder einmal an der Isar lag, um nach einem Bildschirmtag den blauen Himmel zu genießen, schwirrten die Fieslinge schon über mir wie kleine Kamikazedrohnen. Bereit zum Angriff. Genau das ist der Zeitpunkt für den Rückzug. Aber: Am späten Abend sah es wieder besser aus. Die Kriebelmücke hat wohl kein Problem mit der Hitze und geht früh schlafen.
Wie ist Ihre Erfahrung mit der Kriebelmücke in München? Schreiben Sie uns eine Nachricht an social@abendzeitung.de