Sommer vor 70 Jahren - Eisenhower am Königsplatz

Von ihrem Großvater Max Müller hat Sabine Neitzel ein Fotoalbum geerbt. Den AZ-Lesern gewährt sie exklusive Einblicke.
| Lisa Marie Albrecht
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General Eisenhower spricht mit einem der amerikanischen Soldaten.
privat 4 General Eisenhower spricht mit einem der amerikanischen Soldaten.
Ludwigstraße: Eisenhower fährt an der amerikanischen Ehrenabordnung vor der Stabi und dem ehemaligen Kriegsministerium vorbei.
privat 4 Ludwigstraße: Eisenhower fährt an der amerikanischen Ehrenabordnung vor der Stabi und dem ehemaligen Kriegsministerium vorbei.
Die Militärs mit US-Flaggen vor den Propyläen.
privat 4 Die Militärs mit US-Flaggen vor den Propyläen.
Die Truppenparade zieht zu Pferde an einem der NS-Ehrentempel vorbei.
privat 4 Die Truppenparade zieht zu Pferde an einem der NS-Ehrentempel vorbei.

Als die deutsche Wehrmacht am 7. Mai 1945 kapituliert, wird General Dwight David „Ike“ Eisenhower, damals 54 Jahre alt, zum Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone ernannt. Der spätere US-Präsident ist jetzt Oberbefehlshaber über die US-Besatzungstruppen in Deutschland – und muss somit auch über das Schicksal der Münchner entscheiden.

Ein Jahr später, am 14. Oktober 1946, besucht er die Landeshauptstadt. Erste Station seiner Besichtigung ist eine Ehrenabordnung der US-Armee, bevor er eine Truppenparade abnimmt – auf dem Königsplatz, von den Nazis in „Königlicher Platz“ umbenannt.

Lesen Sie hier: Sommer vor 70 Jahren - Arbeit statt Schule

Nördlich der Brienner Straße steht der Führerbau, dazu symmetrisch auf der südlichen Seite der Verwaltungsbau der NSDAP. Die zwei „Ehrentempel“ haben den Krieg unbeschadet überstanden, sind der amerikanischen Militärregierung jedoch ein Dorn im Auge: Am 16. Januar 1947 werden diese beiden Nazibauten von der US-Armee gesprengt.

Mit Dwight D. Eisenhowers Truppenparade ist der Königsplatz 18 Monate nach Kriegsende wieder erstmals Schauplatz eines Appells. Die Fotos, die AZ-Leserin Sabine Neitzel von ihrem Großvater Max Müller geerbt hat, lassen die Geschichte lebendig werden.

 

Erinnerungen von Zeitzeugen

 

Über den Neuanfang nach dem Krieg, über die ersten zaghaften Schritte der Stadt in das neue demokratische Zeitalter im Sommer vor 70 Jahren berichtet die AZ-Serie „Harte Jahre“. Los ging es mit den Erinnerungen des Münchner Journalisten Karl Stankiewitz (86), ein Zeitzeuge und AZ-Mitarbeiter seit 1948. Er ist der älteste noch aktive Lokal-Journalist Deutschlands.

Erinnern Sie sich ebenfalls noch an die ersten Monate oder unmittelbaren Jahre nach dem Krieg? Ober besitzen Sie alte Aufzeichnungen oder Fotos? Über Zuschriften würden wir uns sehr freuen!

Schreiben Sie uns – per Post: AZ, Lokales, „Kriegsende“, Garmischer Straße 35, 81373 München. Oder per Mail: lokales@ az-muenchen.de

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