Soll sich drei Kilometer durch München graben: Bohrmaschine für Stammstrecke bald im Einsatz

Neun Jahre nach dem Beginn der Arbeiten für das Milliardenprojekt zweite S-Bahn-Stammstrecke in München soll die erste Tunnelbohrmaschine loslegen. Die Bahn äußert sich zum Zeitplan.
AZ/dpa |
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Die Tunnelbohrmaschine soll sich von der Donnersbergerbrücke in Richtung Marienhof graben.
Die Tunnelbohrmaschine soll sich von der Donnersbergerbrücke in Richtung Marienhof graben. © Sven Hoppe/dpa

Mehr als neun Jahre nach dem offiziellen Baubeginn soll die erste große Bohrmaschine einen Tunnel für die zweite S-Bahn-Stammstrecke in München graben. Der Startschuss sei für den 17. September geplant, teilte die Bahn mit. Dann soll die 178 Meter lange und rund 700 Tonnen schwere Maschine bei der Donnersbergerbrücke etwa drei Kilometer weit bis zur im Bau befindlichen Haltestelle Marienhof in der Innenstadt graben.

Die Maschine muss noch zusammengebaut werden

Allerdings geht es dabei nicht um eine der Röhren, durch die in den späten 2030er Jahren einmal S-Bahnen fahren sollen – sondern um einen Erkundungs- und Rettungsstollen. Die neue Tunnelroute zwischen Laim und Ostbahnhof soll einmal die viel befahrene und störanfällige Stammstrecke entlasten, durch deren Tunnel seit 1972 der Großteil der Münchner S-Bahnen fährt.

Bis der Rettungsstollen gegraben werden kann, muss die in Einzelteilen aus dem Schwarzwald nach München transportierte Maschine noch zusammengebaut und schrittweise in Betrieb genommen werden. Bisher laufe der Aufbau nach Plan, teilte die Bahn mit.

Der Riesenbohrer soll auch noch einen Namen bekommen. Über drei bei einem Wettbewerb eingereichte Vorschläge können Interessierte noch bis zum 24. Juli abstimmen. Zur Auswahl stehen Anna, Donna Maria und Martha.

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