Soft-Rocker mit Kuscheltier-Faktor

One Republic ist angekommen – bei sich und auf der Bühne.
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Spätestens seit Til Schweiger „Apologize“ auf den Soundtrack zu seiner Liebeskomödie „Keinohrhasen“ nahm, haben die fünf Amerikaner auch bei uns Fans.
az Spätestens seit Til Schweiger „Apologize“ auf den Soundtrack zu seiner Liebeskomödie „Keinohrhasen“ nahm, haben die fünf Amerikaner auch bei uns Fans.

One Republic ist angekommen – bei sich und auf der Bühne.

Dafür, dass mittlerweile aus Kuschelhasen in der DVD-Abteilung ihr Sound quäkt, können One Republic wirklich nichts. Aber fremd war ihnen multimediale Querverwertung nie. Nach längerer Durststrecke mit den üblichen Startschwierigkeiten einer neu formierten Band – von ständigen Umbesetzungen über regelrechte Hungersnot bis zu geplatzten Verträgen – wurden die Soft-Rocker aus Colorado plötzlich über MySpace einem Millionenpublikum bekannt.

2006 hatten dies dann auch die Major-Labels begriffen, die One Republic und ihrem Mastermind Ryan Tedder bis dahin recht übel mitgespielt hatten. Kein Wunder, dass Tedder sich dazu entschloss, die Gruppe bei Mosley Music unterzubringen, der Firma des legendären HipHop-Produzenten Tim Mosley alias Timbaland – und wer sonst außer Timbaland hätte hierfür den Remix besorgen können? Die Freundschaft der beiden ist älter als One Republic: 2001 hatte Timbaland Kontakt mit dem damals erst 21-jährigen Tedder aufgenommen, der nach einem gewonnenen Lokalwettbewerb vor seinem ersten Solo-Vertrag stand.

Die Top-Ausbildung als Produzent und Autor, die Tedder bei Timbaland machte, hielt ihn jahrelang vom Rampenlicht fern. In dieser Zeit schrieb er Stücke für etwa Leona Lewis, Natasha Bedingfield und Jennifer Lopez, und ein wenig vom Gefühl und der Weichheit dieser Produktionen hat er in seine eigene Band mitgenommen.

Mit „Apologize“ konnte sich One Republic dann gleich an die Spitze der Charts setzen. Die melancholischen Kompositionen Tedders arbeiten nicht diktatorisch auf einen emotionalen Höhepunkt zu, pflegen keine Sucht nach dem erlösenden Chorus, sondern legen einen stimmungsvollen Klangteppich. Nachdem das Debütalbum „Dreaming Out Loud“ und die mittlerweile dritte Single „Say (All I Need)“ in Deutschland auf den Markt gekommen sind, gibt es Gründe genug, sich für ein paar Konzerte blicken zu lassen.Und wer will, darf am Sonntagabend in der Tonhalle auch Kuscheltiere auf die Bühne werfen.

Tim Slagman

Tonhalle, Grafinger Straße 6, Sonntag, Einlass 20 Uhr, Karten 26 Euro zzgl. Gebühren. Info: Tel. 54 81 81 81

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