So überlastet ist die Lokalbau-Kommission in München wirklich

Mit einer Anfrage wollte die CSU mehr über die Engpässe der LBK erfahren. Jetzt liegt die Antwort vor – und diese wirft weitere Fragen auf.
Christina Hertel |
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Wer in München Wohnungen bauen will, braucht eine Baugenehmigung – und diese erteilt die Lokalbaukommission. Doch die Behörde ist überlastet, heißt es.
Wer in München Wohnungen bauen will, braucht eine Baugenehmigung – und diese erteilt die Lokalbaukommission. Doch die Behörde ist überlastet, heißt es. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON

Wer in München Wohnungen bauen will, braucht eine Baugenehmigung – und diese erteilt die Lokalbaukommission (LBK). Die AZ hat mehrfach berichtet, wie überlastet die Behörde ist.

Die LBK werde mit Anfragen „geflutet“. Dabei gehe es häufig um Informationen zu bestehenden Immobilien, etwa aus der Maklerbranche. Besonders viel Arbeit machen diese Anfragen, weil die Mitarbeiter jede Akte einzeln aus einer Kiste holen müssen. So erklärte es der Chef der LBK Thomas Rehn der AZ.

Dieser Bericht hat den CSUler Laurenz Kiefer alarmiert – schließlich fehlen in München Wohnungen, monatelange Wartezeiten gehen da für ihn gar nicht. Kiefer hat deshalb eine Anfrage gestellt, um mehr Klarheit zu bekommen.

Laurenz Kiefer fordert Verbesserungen bei der LBK.
Laurenz Kiefer fordert Verbesserungen bei der LBK. © CSU

Nun liegt die Antwort von Planungsreferentin Elisabeth Merk vor. Darin heißt es: In den letzten Jahren sei es durch mehrere Faktoren "schleichend zu Engpässen" gekommen: durch eine erhöhte Nachfrage (nicht genau quantifizierbar), strengere Datenschutzanforderungen und massive technische Probleme der vollautomatischen Anlage. 300.000 Akten bzw. acht Aktenkilometer werden von der LBK in der Zentralregistratur vorgehalten. Doch zwischen Januar und September 2025 sei es zu Ausfällen dieser Anlage gekommen. Und ganz rund läuft sie laut LBK noch nicht.

Viele Fragen der CSU bleiben ohne Antwort

Allerdings bleiben viele Fragen des CSUlers ohne klare Antwort. Zum Beispiel, wie lange die Wartezeit wirklich ist.
Das Referat schreibt zwar, dass von der Buchung bis zum Termin maximal vier Wochen vergehen. Doch wie lange man warten muss, bis man überhaupt einen Termin buchen kann? Unklar. Nicht bekannt ist zudem, wie viele Anfragen auf eine Akteneinsicht eingehen.

Zahlen liegen nur für die gewährten Termine vor – und diese sind überraschenderweise rückläufig. 2022 gewährte die LBK 6492 Akteneinsichten, 2025 waren es nur 5885. Lange Wartezeiten, trotz rückläufiger Termine – für Kiefer deutet das auf eine "unzureichende Koordination" in der Behörde hin. "Das muss verbessert werden", sagt er. Außerdem fordert Kiefer, dass die LBK auch die tatsächliche Anzahl der Anfragen und die Wartezeit erfasst.

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  • 1Muenchner vor 25 Minuten / Bewertung:

    Das klingt nach einem gewaltigen Versagen. Ob man die Verantwortlichen weiter wursteln lässt? So wird’s nix mit Wohnraum!

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