So teuer werden Krippe und Kindergarten in München 

Krippe, Kindergarten und Hort werden teurer. Jetzt ist klar, was auf Eltern zukommen wird. Der Stadtrat entscheidet bald. 
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Die Stadt plant die Gebühren für Krippe, Kindergarten und Hort anzuheben.
Die Stadt plant die Gebühren für Krippe, Kindergarten und Hort anzuheben. © imago

Dass der Kindergarten bald wieder etwas kostet und dass Krippe und Hort teurer werden – darüber hat die AZ bereits vor einigen Wochen berichtet. Jetzt steht fest, was auf Familien tatsächlich zukommt. Nächste Woche Dienstag soll der Stadtrat über die neuen Gebühren entscheiden. In seiner Beschlussvorlage schlägt Schulrat Florian Kraus (Grüne) nach Einkommen gestaffelte Gebühren vor.

Familien mit einem Haushaltseinkommen von bis zu 50.000 Euro sollen nichts für Krippe, Hort und Kindergarten zahlen. Dann folgen Abstufungen bis 60.000, 70.000, 80.000 Euro und darüber.

Kinderkrippe: Bis zu 290 Euro für Top-Verdiener

Für einen Krippenplatz heißt das zum Beispiel: Für einen Acht-Stunden-Tag zahlen Familien mit einem Einkommen einschließlich 60.000 Euro 136 Euro. Bis jetzt sind es 100 Euro. Die nächsten Stufen liegen bei 199 Euro (bis 70.000 Euro) und 254 Euro (bis 80.000 Euro). Für die teuerste Stufe (also mit einem Einkommen über 80.000 Euro) müssen Eltern bald 290 Euro zahlen statt bislang 213 Euro.

Kindergarten wird wieder kostenpflichtig

Beim Kindergarten, der bislang kostenlos war, plant die Stadt, wieder Gebühren einzuführen. 65 Euro sind es für eine Acht-Stunden-Betreuung bei einem Einkommen bis 60.000 Euro. Bis zu einem Einkommen von 70.000 Euro werden 95 Euro fällig, bis 80.000 Euro kostet der Kindergarten 121 Euro und mit einem Haushaltseinkommen, das darüber liegt, steigt die Gebühr auf 138 Euro.

Auch Hort und Tagesheim werden teurer. Für vier Stunden pro Tag sind je nach Einkommen zwischen 63 und 121 Euro fällig. Bislang lagen die Kosten bei 59 bis 113 Euro. Und auch das Essensgeld soll um zwei Euro steigen – also auf acht Euro pro Tag. Das ergibt laut Beschlussvorlage 140 Euro im Monat.

Für private Einrichtungen, die sich der sogenannten Münchner Förderformel angeschlossen haben, gibt es keine Abstufungen nach Einkommen. In der Beschlussvorlage werden folgende Preise genannt. In der Krippe soll eine achtstündige Betreuung 290 Euro und im Kindergarten 138 Euro kosten. Vier Stunden im Hort sollen 121 Euro kosten.

Auch in Zukunft sollen die Gebühren steigen

In Kraft sollen die neuen Gebühren ab September 2027 treten. Doch auch in den Jahren danach können sich Eltern auf eine Steigerung der Kosten einstellen. Der Referent empfiehlt, eine jährliche Erhöhung im Durchschnitt von vier Prozent für einen Zeitraum von zwei Jahren für die Kita-Jahre 2028/2029 und 2029/2030.

Grünen-Chef Sebastian Weisenburger begründet den Schritt mit der Haushaltslage: "In solchen Zeiten müssen starke Schultern mehr tragen." Es sei vertretbar, wenn Familien mit gutem bis sehr gutem Einkommen einen fairen Beitrag leisten. Weisenburger weist außerdem darauf hin: "An der Qualität unserer Kitas sparen wir keinen Cent." Fast die Hälfte der Kinder werde weiterhin beitragsfrei betreut, Geschwisterrabatte gebe es weiterhin und: "Wer sich die Kita nicht leisten kann, den unterstützt die wirtschaftliche Jugendhilfe."

Der Geschwisterrabatt soll allerdings in Zukunft auch nicht mehr so üppig ausfallen. Geplant ist eine Ermäßigung von 35 Prozent der Höchstgebühr. Das Bildungsreferat rechnet damit, mit diesen Maßnahmen rund 45,6 Millionen Euro zu sparen.

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  • Lackl vor 48 Minuten / Bewertung:

    65 Euro für 8 Stunden Kindergartenbetreuung - da braucht wirklich keiner rumwuiseln.

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