So sollen Münchens Tiefbahnhöfe aufgehübscht werden

"Zukunft Bahn" - unter diesem Motto plant das Unternehmen den größten Umbau seiner Geschichte. Profitieren sollen davon auch die MVV-Tiefbahnhöfe in München.
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Am Isartor fiel ein 22-Jähriger ins Gleisbett.
dpa Am Isartor fiel ein 22-Jähriger ins Gleisbett.

München, Berlin - Pünktlicher, verlässlicher, komfortabler - so will die Bahn wieder mehr Kunden gewinnen und Geld verdienen. Das Vorstandsprogramm kündigte im vergangenen Dezember die Anschaffung neuer Züge an, zudem sollen die Fahrpläne und Fahrgast-Informationen in den nächsten Jahren deutlich zuverlässiger werden. Geplant sind auch eine bessere WLAN-Ausstattung und sauberere Bahnhöfe. All dies ist nicht weniger als der größte Umbruch seit der Bahnreform 1994. Bis 2020 will die Bahn im Zuge des Programms zusätzlich 20 Milliarden Euro investieren.

 

"Revitalisierung": Aufhübschprogramm für die Tiefbahnhöfe

 

"Die Bahn investiert einen dreistelligen Millionenbetrag, um 31 unterirdische S-Bahn-Stationen mit insgesamt täglich zwei Millionen Fahrgästen umfassend zu renovieren oder "revitalisieren", wie die Bahn es nennt.

Davon profitieren vor allem Pendler u. a. in Hamburg, Frankfurt/Main, Stuttgart und München", heißt es in dem Programm der Deutsche Bahn AG. Neben den fünf innerstädtischen Münchner Umsteigebahnhöfen entlang der Stammstrecke (Hauptbahnhof, Karlsplatz (Stachus), Marienplatz, Isartor und Rosenheimer Platz) sind im Außenbereich noch die Stationen Ismaning, Unterföhring und Flughafen Terminal betroffen. Da diese aber im Vergleich bereits relativ modern sind, sei der Aufwand hier überschaubar.

Lesen Sie hier: So soll der neue U-Bahnhof Sendlinger Tor aussehen

Wieviel vom dreistelligen Gesamtbetrag für München ausgegeben wird, will die Bahn noch nicht verraten. "Wir haben einen ungefähren finanziellen Rahmen, sagen aber erst, wie viel es kostet, wenn wir es wirklich wissen", so ein Sprecher zur AZ. Das gilt auch für den konkreten Beginn der "möglichst zeitnahen" Maßnahmen, die nach Bahnangaben eine "Revitalisierung des Erscheinungsbildes" zum Ziel haben.

 

Was wird gemacht?

 

Demnach sollen die Wartebereiche in Empfangsgebäuden und an Bahnsteigen offener und einladender und vor allem einheitlicher gestaltet werden. In München sei angesichts herunterhängender Kabel, fehlender Kacheln und Deckenteile sowie kaputter Böden die "Überholungsbedürftigkeit so groß, dass eine Grundreinigung nicht mehr ausreichen würde. Also muss saniert werden. Dazu gehören beispielsweise Wandkacheln, Bodenfliesen, Führungsrillen für Sehbehinderte und Konzepte für Werbeflächen.

Trotzdem soll die typische Farbgebung der jeweiligen Bahnhöfe erhalten bleiben, damit der Münchner auch weiterhin mit einem schnellen Blick aus dem Fenster weiß, an welchem Halt er sich gerade befindet. Hinzu kommt die Ausrüstung mit WLAN und USB-Steckdosen sowie Rundum-Wetterschutz und Infrarotheizung.

 

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