So leben Flüchtlinge in Bayern

Sie dürfen den Bezirk nicht verlassen. Auch die Essenspakete bereiten Probleme.In Bayern werden Regelungen für Asylbewerber besonders streng ausgelegt. Die AZ erklärt, wie die Flüchtlinge leben.
| jam
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Sie dürfen den Bezirk nicht verlassen. Auch die Essenspakete bereiten Probleme.In Bayern werden Regelungen für Asylbewerber besonders streng ausgelegt. Die AZ erklärt, wie die Flüchtlinge leben.

Residenzpflicht: Das heißt, dass Asylbewerber und Geduldete sich nur in einem bestimmten Gebiet aufhalten dürfen. In Bayern dürfen sie ohne Sondererlaubnis den Regierungsbezirk nicht verlassen. Ein Flüchtling aus Deggendorf darf also nicht nach München, auch wenn er hier Arbeit findet. Diese Residenzpflicht gibt es nur in Deutschland, nirgends ist sie so streng wie Bayern.

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Lagerpflicht: Die wenigsten bayerischen Asylbewerber dürfen sich selbst eine Wohnung suchen. Sie müssen in Gemeinschaftsunterkünften leben, meist vier Flüchtlinge auf 15 Quadratmetern. Die hygienischen Zustände sind schwierig, es gibt Gemeinschaftsküche und -bad, die sich etwa 50 Menschen teilen.

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Arbeiten: Nach einem Jahr dürfen Asylbewerber mit Pass arbeiten. Doch viele haben keinen Pass. Bevor sie eine Zusage bekommen, wird geprüft, ob es einen Deutschen gibt, der den Job – etwa in der Spülküche oder Putzkolonne – machen könnte. Ein Problem ist auch, dass die meisten Flüchtlinge auf dem Land leben, wo sie keine Arbeit finden oder wegen der schlechteren Infrastruktur nicht zum Arbeitsplatz kommen.

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Essen: Asylbewerber dürfen sich in Bayern ihr Essen nicht selbst kaufen, sondern kreuzen auf vorgefertigten Listen an, was sie möchten – und bekommen das zweimal die Woche geliefert. Doch die Lebensmittel-Listen entsprechen oft nicht ihren Essgewohnheiten, und das Angebot ist sehr übersichtlich. Zudem klagen viele Asylbewerber, das Essen sei zu wenig.

 

 

 

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