"So kann es nicht weitergehen": Schüler-Protest am Französischen Gymnasium in Sendling
Die Bilder der riesigen Schülerdemonstrationen der vergangenen Wochen in Frankreich – und der Großdemonstration von vergangenem Samstag – haben auch in München Reaktionen hervorgerufen: Rund 50 Schülerinnen und Schüler des französischen Gymnasiums "Lycée Jean Renoir" in Sendling haben sich am Montagmorgen dazu entschlossen, zu demonstrieren, anstatt zur Schule zu gehen.

Der friedliche Protest vor der Schule war zwar vorab angekündigt, aber nicht angemeldet bei den Behörden. In Absprache mit der Polizei, die gegen 9.15 Uhr vor der Schule eintraf, wurde eine Spontankundgebung daraus und die Schüler beschlossen, zum französischen Konsulat in der Heimeranstraße zu ziehen.
"Hoffen, dass die Regierung die Forderungen ernst nimmt"
"Wir hoffen wirklich, dass die Regierung die Forderungen der Schüler endlich ernst nimmt", sagt ein Elftklässler, der gerne anonym bleiben möchte, zu ihrer Motivation, auf die Straße zu gehen. "So kann es einfach nicht weitergehen".

Die Lage an vielen Schulen sei kritisch, insbesondere in Bezug auf fehlendes Personal, klamme Finanzen und marode Gebäude.
Laut Polizei wurden auf Französisch Parolen gerufen in Zusammenhang mit den Protesten in Frankreich und es wurden Transparente und Schilder gezeigt. Strafrechtlich Relevantes sei laut Polizei nicht dabei gewesen.
Gegen 11.40 Uhr war die Kundgebung vorbei, sie verlief laut Polizei friedlich und ohne Vorkommnisse. Es waren rund 30 Polizisten im Einsatz.
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