So grausam waren die Hauptbahnhof-Räuber

Zwei Männer zwingen einen Mann mit Messer zum Geldabheben, schlagen und quälen das Opfer anschließend auf grausame Weise. Die Polizei schnappt die Räuber und sucht Zeugen.
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Die Polizei hat zwei Straßenräuber erwischt. Die Täter hatten am Hauptbahnhof zwei junge Männer überfallen.
Gregor Feindt/dpa Die Polizei hat zwei Straßenräuber erwischt. Die Täter hatten am Hauptbahnhof zwei junge Männer überfallen.

Zwei Männer zwingen einen Mann mit Messer zum Geldabheben, schlagen und quälen das Opfer anschließend auf grausame Weise. Die Polizei schnappt die Räuber und sucht Zeugen.

München - Im Fall der festgenommen Hauptbahnhof-Räuber kommen immer mehr schreckliche Details ans Licht. Die beiden Täter haben einen 22-jährigen Koch nicht nur ausgeraubt, sondern auf sadistische Weise gequält. Die Beamten vermuten, dass es noch weitere Opfer der Sado-Räuber gibt. Diese aber sehr eingeschüchtert wurden, und sich aus Angst nicht bei der Polizei melden.

Lesen Sie hier: Polizei schnappt die Hauptbahnhof-Räuber

Was war passiert? Ein junger Mann war von zwei bis dato unbekannten Tätern zu einer Geldabhebung an einem Automaten in der Innenstadt gezwungen worden. Durch Ermittlungen der Fachdienststelle konnten die beiden Tatverdächtigen identifiziert und am frühen Morgen des 03.12.2012 von Zivilbeamten der Polizeiinspektion 14 (Westend) festgenommen werden.

Täter trugen blutverschmierte Kleidung

 

Bei der Festnahme trugen die Beschuldigten blutverschmierte Kleidung. An einem mitgeführten Messer konnten ebenfalls Blutanhaftungen festgestellt werden. Weiterhin konnte ein Geldbetrag aufgefunden werden, dessen Herkunft nicht geklärt werden konnte.

Drei Tage später, am 06.12.2012, meldete sich ein 22-jähriger Koch auf einer Polizeidienststelle und schilderte den Beamten, dass er auf dem Nachhauseweg von seiner Arbeitsstelle von zwei jungen Männern mit Messern bedroht und letztendlich um sein Bargeld in Höhe von mehreren Hundert Euro beraubt wurde. Das Geld hatte er vorher unter Zwang von einem Geldautomaten abgehoben und den beiden Tätern übergeben.

Geschlagen und in sadistischer Weise zu Handlungen gezwungen

Die Schilderungen des Mannes ergaben, dass er über mehrere Stunden von den Tätern festgehalten wurde. Er wurde von ihnen mit Messern bedroht, massiv mit Fäusten geschlagen und in sadistischer Weise gezwungen Handlungen vorzunehmen und Gewalt über sich ergehen zu lassen. Aus ermittlungstaktischen Gründen können hierzu keine näheren Angaben gemacht werden. Das Opfer erlitt dabei erhebliche Verletzungen im Gesicht und am Oberkörper.

Lesen Sie hier: Nächtlicher Angriff - Straßenräuber am Hauptbahnhof

Aufgrund der massiven Einschüchterungen kam es zu der verspäteten Anzeigenerstattung bei der Polizei. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die beiden Beschuldigten weitere ähnlich gelagerte Straftaten begangen haben. Es ist durchaus möglich, dass es weitere Opfer gibt, die sich bisher aufgrund der massiven Einschüchterung seitens der Täter nicht getraut haben die Polizei zu verständigen.

 

Zeugenaufruf: Personen, insbesondere weitere Opfer, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

 

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