Sexueller Missbrauch durch Polizisten: Vier Jahre und vier Monate Gefängnis

Das Urteil im Münchner Missbrauchsprozess ist gefallen: Der Angeklagte, ein suspendierter Polizist, muss für knapp viereinhalb Jahre ins Gefängnis.
| AZ/dpa
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Der Angeklagte hält sich einen Ordner vors Gesicht.
Sven Hoppe/dpa Der Angeklagte hält sich einen Ordner vors Gesicht.

München - Ein Polizist aus dem Landkreis Starnberg ist wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen zu einer Haftstrafe von vier Jahren und vier Monaten verurteilt worden.

Die Vorsitzende Richterin am Landgericht München II sah es am Freitag als erwiesen an, dass der 60 Jahre alte Deutsche im Zeitraum von 2000 bis 2019 Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht und pornografische Bilder an Jungen geschickt hatte. Sie wies darauf hin, dass sie den Angeklagten nicht für pädophil halte. Seine Neigung gelte nur Jungen ab der Pubertät, wie ein Gutachter im Prozess dargelegt hatte.

Jahrelanger Missbrauch von Kindern

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine Haftstrafe von vier Jahren und zehn Monaten gefordert. Die Verteidiger des Mannes hatten auf vier Jahre und drei Monate plädiert. Sie verwiesen darauf, dass der Angeklagte Reue für seine Taten gezeigt habe und mit einem Täter-Opfer-Ausgleich Geld an drei der mutmaßlichen Opfer zahlen würde. Zudem gingen sie auf die "besondere Härte der U-Haft als Polizist" ein.

Bereits zu Prozessbeginn hatte es aufgrund eines umfassenden Geständnisses eine Verständigung auf ein Strafmaß im nun beschlossenen Rahmen gegeben.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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