Sexualdelikte in München: Bundespolizei stellt Tatverdächtige und sucht Zeugen

Die Bundespolizei ermittelt in zwei Fällen von Sexualdelikten im Bereich der Münchner S-Bahn und bittet insbesondere im zweiten Fall um Hinweise aus der Bevölkerung.
"Exhibitionistische Handlung" in der S8: Bundespolizei fasst 46-Jährigen am Leuchtenbergring
Am Dienstag (21. April) sei man gegen 15.40 Uhr über eine exhibitionistische Handlung am Bahnhof München Ost informiert worden, teilte die Bundespolizei mit.
"Nach derzeitigem Ermittlungsstand entblößte ein 46-jähriger ungarischer Staatsangehöriger ohne festen Wohnsitz in Deutschland am Bahnsteig 6 sein Glied und manipulierte daran. Mehrere Reisende konnten das Geschehen beobachten", so die Bundespolizei.
Atemalkoholtest bei Tatverdächtigem ergibt 2,3 Promille
Der Mann sei anschließend in eine S-Bahn der Linie S8 gestiegen und sei im Rahmen unmittelbar eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen wenig später am Leuchtenbergring aufgegriffen worden.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München I wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,3 Promille, zudem verlief ein Drogenschnelltest positiv.
Ostbahnhof: Tatverdächtiger wird an Einsatzkräfte übergeben
Bereits am 4. März sei es gegen 22.40 Uhr in einer S-Bahn der Linie S8 auf der Strecke vom Karlsplatz (Stachus) zum Ostbahnhof zu einem weiteren Vorfall gekommen. Ein 27-jähriger afghanischer Staatsangehöriger soll den Angaben zufolge während der Fahrt gezielt auf weibliche Fahrgäste zugegangen sein und dabei mit ausgestreckten Armen in Richtung deren Oberkörper gegriffen haben.

Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn wurden durch Fahrgäste informiert und verständigten die Bundespolizei. Der Tatverdächtige konnte am Ostbahnhof an Einsatzkräfte übergeben werden.
"Die mutmaßlich betroffenen Frauen sowie weitere Zeuginnen und Zeugen konnten bislang nicht festgestellt werden", heißt es bei der Bundespolizei, die einen entsprechenden Aufruf startete.
Wer am 4. März 2026 gegen 22.40 Uhr in der S8 vom Karlsplatz (Stachus) zum Ostbahnhof unterwegs war und entsprechende Beobachtungen gemacht hat oder selbst betroffen ist, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 089/515550-0 bei der Bundespolizeiinspektion München zu melden.