Sendlinger Loch: Was dort mit spaßigen Fundstücken passiert
Es geht voran an der Alram- und Aberlestraße. Am "Sendlinger Loch“ ist vor wenigen Tagen ein 58 Meter hoher Kran aufgebaut worden, drei weitere à 45 Meter sollen folgen. Bald kann mit dem Gießen der Bodenplatte begonnen werden. Bis zu 100 Menschen sollen hier bald gleichzeitig arbeiten. 2028 wird der Neubau fertig – so der Plan.

Im Juli vergangenen Jahres hatte der US-amerikanische Projektentwickler Pembroke das Grundstück für 53 Millionen Euro gekauft. Zuvor hatte das Bauprojekt jahrelang stillgestanden. Pembroke will hier nun mit dem Starnberger Unternehmen Ehret + Klein Mietwohnungen bauen. Wenn die Bauarbeiten erst mal richtig losgehen, wird von dem Loch bald nichts mehr zu sehen sein.

In der Kulturschmiede Sendling ist am Donnerstag die kleine Ausstellung "Sendlinger Loch 2.0“ eröffnet worden, sie thematisiert noch mal die unrühmliche Vorgeschichte. Zu sehen gibt es Fotos, Objekte von Sendlinger Künstlern und Zeitungsartikel. Kurator Christophe Schneider: "Es wird die letzte Ausstellung zum Sendlinger Loch sein.“

Beteiligt haben sich auch die neuen Bauherren: Es gibt ein Zeitraffer-Video, das zeigt, wie die 30 Millionen Liter Wasser abgepumpt werden. Und sie haben ein Gummikrokodil und aufblasbare Flamingos beigesteuert. Die Badetiere waren im Laufe der Jahre alle im Loch gelandet. Ehret + Klein hat sie rausfischen lassen und aufgehoben. Später mal sollen sie Teil eines Kunstprojekts werden.
Mindestens 180 Mietwohnungen sollen nun entstehen
Pembroke will statt der zuvor geplanten 128 Luxus-Eigentumswohnungen nun rund 180 Mietwohnungen bauen – vielleicht auch mehr. "Wir sind mit der Planung noch nicht fertig“, sagte Christian Bosiljanoff, der Chef von Pembroke Deutschland, zur AZ. Erst etwa ab Mai werde man sagen können, wie viel die Wohnungen mal Miete kosten.
Die kleine Ausstellung in der Sendlinger Kulturschmiede wird bis 29. Januar 2026 gezeigt. Geöffnet ist sie von 18 bis 20 Uhr, am Sonntag, 25. Januar von 16 bis 19 Uhr. Am 27. Januar zeigt Filmemacher Reinhold Rühl einen Film, den er über das Sendlinger Loch gemacht hat. Beginn 19 Uhr.
Am 28. Januar um 19 Uhr findet eine Podiumsdiskussion statt. Dabei geht es auch um die Pläne zur Großmarkthalle und die Frage, wohin sich der Stadtteil entwickelt. Auf dem Podium sitzen Christian Stupka (Gründungsmitglied der Genossenschaft Wogeno, der GIMA und der Stiftung Daheim im Viertel), Gerlinde Schermer-Rauwolf (Vorständin Sendlinger Kulturschmiede), Philip Fickel vom Bezirksausschuss Sendling und Paul Bicklbacher vom Bezirksausschuss Ludwigvorstadt/Isarvorstadt. Die Veranstaltungen in der Sendlinger Kulturschmiede (Daiserstr. 22) sind kostenfrei.
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