SEK-Einsatz: Münchner (42) wegen Verdacht auf Tötungsdelikt in U-Haft

Im Landkreis Rosenheim stößt die Polizei auf die Leiche einer 71-jährigen Frau – im Visier ist daraufhin ein Mann aus München. Als die Beamten den 42-Jährigen festnehmen, entdecken sie einen gefesselten Mann in seiner Wohnung.
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Bei den zahlreichen polizeilichen Maßnahmen am Samstag und Sonntag waren weit über 100 Einsatzkräfte der Schutz- und Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sowie des Polizeipräsidiums München beteiligt. (Symbolbild)
Bei den zahlreichen polizeilichen Maßnahmen am Samstag und Sonntag waren weit über 100 Einsatzkräfte der Schutz- und Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sowie des Polizeipräsidiums München beteiligt. (Symbolbild) © Friso Gentsch/dpa

Am Samstag (7. März) hat es in Bruckmühl im Landkreis Rosenheim einen großen Polizeieinsatz gegeben. Im Zuge der weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim erhärtete sich ein Tatverdacht gegen einen 42-jährigen Deutschen aus München.

Ex-Mann der Toten wird gefesselt in der Wohnung eines Münchners aufgefunden

Wie die Polizei weiter berichtet, entdeckten die Einsatzkräfte noch am Samstagabend eine weibliche Leiche: "Mittlerweile steht fest, dass es sich bei der Toten um eine vermisste 71-jährige Frau handelt. Ein 42-Jähriger steht im Verdacht, die Frau getötet zu haben."

Bei seiner Festnahme sei der 82-jährige Ex-Ehemann der toten Frau gefesselt in der Wohnung des Tatverdächtigen aufgefunden und in ein Krankenhaus gebracht worden. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei übernahmen die Ermittlungen, der Tatverdächtige, ein 42 Jahre alter Münchner, sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Ermittlungen wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt 

Unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, führt daher die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts zum Nachteil der 71-jährigen Frau die Ermittlungen.

Noch in der Nacht zum Sonntag wurde die Sonderkommission "Bach" eingerichtet. Diese umfasst derzeit rund 35 Beamtinnen und Beamte aus verschiedenen Kommissariaten der Kriminalpolizei Rosenheim. An der Aufklärung des Sachverhalts sind zudem Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamts beteiligt.

Am Samstag waren über die Polizeiinspektion Bad Aibling gegen 12.10 Uhr verdächtige Wahrnehmungen bezüglich eines 82-jährigen Deutschen sowie einer 71-jährigen chinesischen Staatsangehörigen mitgeteilt worden. Die beiden bewohnten ein Anwesen in Bruckmühl. Die PI Bad Aibling überprüfte die Beobachtungen.

Tote wurde als die vermisste 71-jährige Chinesin identifiziert

"Da eine Gefährdung für die eingesetzten Beamten nicht auszuschließen war, überprüften Spezialeinsatzkräfte in den Abendstunden des 7. März 2026 in Bruckmühl das Haus, das beide Personen gemeinsam bewohnten", so die Polizei: "Dabei konnten keine Personen angetroffen werden. Kurze Zeit später wurde jedoch im Zuge weiterer polizeilicher Maßnahmen in einem zum Anwesen angrenzenden Bach eine zunächst unbekannte weibliche Leiche aufgefunden."

82-jähriger Mann derzeit "in einem stabilen Gesundheitszustand"

Inzwischen wurde die Tote als die vermisste 71-jährige Chinesin identifiziert. Aufgrund der gerichtsmedizinischen Untersuchungen bestehen konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die Frau gewaltsam zu Tode kam.

Da die Ermittler nicht ausschließen konnten, dass sich der vermisste 82-Jährige in der Gewalt des Tatverdächtigen befindet, erfolgte am Sonntagabend an der Wohnadresse des Mannes in München die Festnahme durch Spezialeinsatzkräfte. Der Vermisste wurde in der Wohnung gefesselt aufgefunden und kam mit schweren Verletzungen in ein nahegelegenes Krankenhaus. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte befindet sich der Mann derzeit "in einem stabilen Gesundheitszustand".

Münchner (42) sitzt in Untersuchungshaft

Bei den zahlreichen polizeilichen Maßnahmen am Samstag und Sonntag waren weit über 100 Einsatzkräfte der Schutz- und Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sowie des Polizeipräsidiums München beteiligt. Unterstützt wurde die Polizei durch die Wasserwacht Bad Aibling und örtliche Feuerwehren.

Aufgrund des vorliegenden Sachverhalts stellte die sachleitende Staatsanwaltschaft Haftantrag gegen den Tatverdächtigen. Der 42-Jährige wurde am Montag (9. März) dem zuständigen Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. Der Richter folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ einen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts, und der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

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