SEK-Einsatz in Taufkirchen: Mutter flieht vor bewaffnetem Sohn

In Taufkirchen eskaliert ein Familienstreit, als ein psychisch auffälliger 20-Jähriger seine Mutter mit einem Messer bedroht. Die Frau verbarrikadiert sich, ein Großaufgebot der Polizei rückt an. Das SEK beendet die Lage, der Sohn kommt in eine psychiatrische Klinik.
von  Hüseyin Ince
Die bayerischen Spezialeinsatzkräfte (SEK) in Kampfmontur. Sie sind schwer bewaffnet und kommen zum Einsatz, wenn Messer oder Schusswafen im Spiel sind. Im Bild trainieren sie einen Terrorabwehr-Einsatz.
Die bayerischen Spezialeinsatzkräfte (SEK) in Kampfmontur. Sie sind schwer bewaffnet und kommen zum Einsatz, wenn Messer oder Schusswafen im Spiel sind. Im Bild trainieren sie einen Terrorabwehr-Einsatz. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON

Am Freitag kurz vor Mitternacht hat eine verzweifelte Frau aus Taufkirchen die den Polizei-Notruf gewählt. Die Mitte-40-Jährige, die im Bereich des S-Bahnhofs Taufkirchen wohnte, erzählte, dass sie sich in einem der Zimmer ihrer Wohnung eingesperrt hatte.

Der Beamte am Apparat war nun ganz Ohr. Die Frau fühlte sich offenbar gefährdet durch ihren eigenen Sohn. Er habe sie mit einem Küchenmesser bedroht, weshalb sie auf diese Art Schutz suchte. Laut der Frau sei der Sohn zudem psychisch auffällig.

Beide konnten unverletzt geborgen und gesichert werden

Die Polizei aktivierte mehrere Streifen. Ein größerer Einsatz baute sich nun auf. Um die Mutter des jungen Mannes möglichst gut zu beruhigen, ist laut Beamten während des ganzen Einsatzes mit ihr telefonisch Kontakt gehalten worden.

Unterstützungskommandos und auch das Spezialeinsatzkommando SEK wurden aktiviert. Gemeinsam gelangten sie in die Wohnung, wo die Frau weiterhin gefährdet war. Die Beamten konnten jedoch zügig zunächst die Frau und später auch den Sohn unverletzt sichern.

Der 20-Jährige will keinen Atemalkoholtest

Die Beamten rochen Alkohol beim 20-Jährigen. Er war sichtbar betrunken. Doch einen Atemalkoholtest verweigerte er. Nachdem ihn der Rettungsdienst untersuchte, brachten ihn die Polizisten in eine psychiatrische Klinik, wo er vorläufig untergebracht ist.

Der junge Mann ist bereits polizeibekannt, "aber nicht durch Schwerkriminalität", wie ein Sprecher der Polizei sagte.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.