Seit dem Zweiten Weltkrieg eine Baulücke: Neubau von Stararchitekt in der Maxvorstadt eröffnet

Eine Kita wie ein Abenteuerspielplatz: Die neue "Kinderoase" der Technischen Universität München setzt mit ihrer ungewöhnlichen Holzarchitektur neue Maßstäbe. Hinter dem Entwurf steht der Architekt Francis Kéré.
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Der preisgekrönte Architekt Francis Kere gestaltete die neue Kita der TUM.
Sven Hoppe/dpa 7 Der preisgekrönte Architekt Francis Kere gestaltete die neue Kita der TUM.
Der preisgekrönte Architekturprofessor Francis Kere hat das Kita-Gebäude entwickelt.
Sven Hoppe/dpa 7 Der preisgekrönte Architekturprofessor Francis Kere hat das Kita-Gebäude entwickelt.
Der fünfstöckige Bau ist weitgehend aus Holz errichtet.
Sven Hoppe/dpa 7 Der fünfstöckige Bau ist weitgehend aus Holz errichtet.
Mit ungewöhnlicher Architektur fügt sich die neue TUM-Kita von Francis Kere in das Museumsviertel ein. (Produktion)
Peter Kneffel/dpa 7 Mit ungewöhnlicher Architektur fügt sich die neue TUM-Kita von Francis Kere in das Museumsviertel ein. (Produktion)
Ein Entwurf zur besonderen Kita: Drei Stockwerke, eine begrünte Rondell-Dachterrasse und orangene Lamellen: Architekt Francis Kéré will in der Gabelsbergerstraße zeigen, dass eine Kindertagesstätte durchaus auch modern aussehen kann.
Kéré Architecture 7 Ein Entwurf zur besonderen Kita: Drei Stockwerke, eine begrünte Rondell-Dachterrasse und orangene Lamellen: Architekt Francis Kéré will in der Gabelsbergerstraße zeigen, dass eine Kindertagesstätte durchaus auch modern aussehen kann.
Eine "Himmelswiese" für die Kleinsten: Auf der Dachterrasse können sich die Kinder austoben.
Kéré Architecture 7 Eine "Himmelswiese" für die Kleinsten: Auf der Dachterrasse können sich die Kinder austoben.
Das markante Gebäude ist fast vollständig aus Holz gebaut, Beton wird nur wenig genutzt.
Kéré Architecture 7 Das markante Gebäude ist fast vollständig aus Holz gebaut, Beton wird nur wenig genutzt.

Mit einer ungewöhnlich gestalteten Kindertagesstätte hat der aus Burkina Faso stammende Stararchitekt und TUM-Professor Francis Kéré sein erstes dauerhaftes Bauwerk in Europa verwirklicht. Nach gut zweieinhalb Jahren Bauzeit wurde die "Kinderoase" für die Technische Universität München (TUM) ihrer Bestimmung übergeben. Bis zu 60 Kinder von TUM-Angehörigen sollen in dem Gebäude in der Gabelsbergerstraße in unmittelbarer Nähe zur Universität betreut werden.

Der mit dem Pritzker-Preis als einer der wichtigsten Architektur-Auszeichnungen geehrte Kéré hatte das Gebäude gemeinsam mit dem emeritierten TUM-Professor für Holzbau entworfen. 

Der fünfstöckige Bau ist weitgehend aus Holz errichtet.
Der fünfstöckige Bau ist weitgehend aus Holz errichtet. © Sven Hoppe/dpa

Spielwiese und Rutschen über fünf Etagen 

Der fünfgeschossige Holzbau mit einer markant gefalteten Lamellenfassade aus Cortenstahl bietet rund 700 Quadratmeter Platz. Eine "Himmelswiese" auf dem Dach dient als geschützter Spielbereich in der dicht bebauten Innenstadt. TUM-Präsident Thomas F. Hofmann sprach von einem "Gebäude von architektonischer Einzigartigkeit inmitten des Münchner Museumsviertels". 

Kéré, der seit 2017 eine Professur für Architectural Design and Participation an der TUM innehat, sagte, das Gebäude sei konsequent aus der Perspektive der Kinder entwickelt worden. "Meine allerersten Projekte habe ich für Schulkinder entworfen, und jetzt baue ich für die Allerkleinsten", sagte Kéré. "Wir haben einen vertikalen Spielraum geschaffen, in dem sie von einer Etage zur nächsten laufen, klettern und rutschen können. Ich hoffe, dass dieses Gebäude die Kinder neugierig macht und sie dazu ermutigt, zu spielen, Spiele zu erfinden und Dinge gemeinsam zu tun."

Der preisgekrönte Architekturprofessor Francis Kere hat das Kita-Gebäude entwickelt.
Der preisgekrönte Architekturprofessor Francis Kere hat das Kita-Gebäude entwickelt. © Sven Hoppe/dpa

Holz und Stahl

Bis auf das Fluchttreppenhaus aus Beton entstand der Bau vollständig in Holz. Verwendet wurden vor allem Fichten- und Eschenholz. Prägendes Gestaltungselement sind mehr als 2.000 Lamellen aus Cortenstahl, die der Fassade ihr charakteristisches Erscheinungsbild verleihen. Insgesamt wurden 100 Tonnen Stahl verbaut. 

Mit ungewöhnlicher Architektur fügt sich die neue TUM-Kita von Francis Kere in das Museumsviertel ein. (Produktion)
Mit ungewöhnlicher Architektur fügt sich die neue TUM-Kita von Francis Kere in das Museumsviertel ein. (Produktion) © Peter Kneffel/dpa

Finanziert, errichtet und der Universität geschenkt wurde die Kindertagesstätte von der Unternehmerin und TUM-Ehrensenatorin Ingeborg Pohl. Sie hatte Kéré mit dem Entwurf beauftragt. Das Gebäude schließt eine seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs unbebaute Baulücke.

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  • Boandl_kramer vor 41 Minuten / Bewertung:

    Wie kam der Architekt denn auf die Idee eine Kita als mehrstöckigen Käfig zu bauen, ganz als ob sie ein überdimensionierter Käfigwagen eines Zirkusses wäre?

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  • Therapeut vor 2 Stunden / Bewertung:

    Hervorragend durchdachtes Konzept, insbesondere auch das "Innenleben".
    Das Gebäude hebt sich auch optisch sehr positiv von den daneben liegenden Gebäuden ab.
    Rundum sehr gelungen.

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  • Dugi vor 3 Stunden / Bewertung:

    Sieht scheußlich aus auf dem Foto. Aber ist mal was anderes. Wenigstens das.
    Haltet die Kinder von Smartphones und Tablets fern, dann werden sie ganz von selbst spielen, Spiele erfinden und Dinge gemeinsam tun, egal wo.

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