Sechs Jahre Haft für Messerstecherei in Tabledance-Bar

Urteil im zweiten Anlauf: Erkan G. (31) hat in einer Tabledance-Bar zugestochen.
| John Schneider
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Beim Prozess 2015: der Angeklagte mit Anwalt Adam Ahmed.
jot Beim Prozess 2015: der Angeklagte mit Anwalt Adam Ahmed.

München - Vor über drei Jahren hat Erkan G. (31) in einer Perlacher Tabledance-Bar zugestochen und drei Männer verletzt. Dafür wurde er in einem ersten Prozess am Landgericht wegen versuchten Totschlags zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Doch weil Verteidiger Adam Ahmed damals gerügt hatte, dass das Gericht bei Verfahrensbeginn keinen schriftlichen Geschäftsverteilungsplan vorliegen hatte, war die Revision erfolgreich. Das Urteil wurde gekippt, der Fall musste im November 2017 neu aufgerollt werden.

Doch auch die Strafkammer unter dem Vorsitz von Norbert Riedmann verurteilt Erkan G. am Freitag wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Das Strafmaß: sechs Jahre Haft.

Strafmildernd wirkte sich dabei nicht nur die lange, belastende Zeit zwischen Tat und Urteil aus, sondern auch das Geständnis von Erkan G. im zweiten Prozess.

Er habe tatsächlich die Messerstiche gesetzt, gab er zu. Sieben Männer hätten sich seinerzeit auf ihn gestürzt, da habe er das Messer gezückt und blind zugestochen. Erkan G. entschuldigte sich bei den Opfern.

Das Gericht ordnete außerdem die Einweisung in eine Entziehungsanstalt an. Alkohol soll bei der Tat eine Rolle gespielt haben.

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