Schüsse gemeldet: 20 Streifen eilen an Bahnhof bei München – dann war doch alles ganz anders

Tabletten zusammen mit Alkohol sind nie eine gute Mischung. Im Fall einer 40-Jährigen aus München führte das am Freitagabend im Bahnhof in Haar zu massiven Wahnvorstellungen.
Über 40 Beamte im Einsatz
Die Münchnerin war so verwirrt, dass sie glaubte, ein vermummter und bewaffneter Mann würde sie am Bahnsteig bedrohen. Später berichtete sie, der Angreifer sei vom Bahnsteig geflohen und würde in die Luft schießen. Die Frau verständigte kurz vor 19 Uhr den Polizeinotruf, woraufhin die Einsatzzentrale im Präsidium mehr als 20 Streifenwagen zum vermeintlichen Tatort schickte. Zudem wurden etliche Beamte der Bundespolizei alarmiert.
Weit und breit keine Spur von Schützen
Als die Einsatzkräfte den Bahnhof Haar erreichten, schien allerdings alles friedlich zu sein: kein bewaffneter Mann zu sehen, keine Schüsse zu hören. Auch Zeugen, die die Beamten am Bahnhof in Haar befragten, hatten von Schüssen nichts mitbekommen.
Alkohol und Tabletten
Die 40-Jährige, die den Großeinsatz ausgelöst hatte, war dagegen sichtlich angetrunken. Ein Alkoholschnelltest ergab einen Wert von mehr als zwei Promille im Blut. Zudem gab die Frau zu, dass sie zudem auch zwei Tabletten geschluckt habe. Beides zusammen dürfte Wahnvorstellungen ausgelöst haben. Im Rahmen des Polizeieinsatzes musste der Bahnverkehr zwischen 18.58 Uhr und 19.12 Uhr am Bahnhof Haar eingestellt werden.