Großeinsatz am Deutschen Museum: Kind (2) stürzt metertief in die Isar

Es ist der Albtraum aller Eltern: Am Freitagvormittag ist in der Au ein kleiner Junge in die Isar gefallen. Glücklicherweise gab es schnell Entwarnung – der erst zwei Jahre alte Bub konnte gerettet werden.
Gegen 10 Uhr informierte die Münchner Polizei über den Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr. Gegen 9.55 Uhr war der Notruf eingegangen.
Wie die Polizei vor Ort berichtete, war eine Mutter kurz vorher mit ihren beiden zwei Jahre alten Zwillingssöhnen auf dem Fußweg zwischen Reichenbachbrücke und Corneliusbrücke, parallel zur Eduard-Schmid-Straße, spazieren. Kurz vor der Corneliusbrücke rutschte einer der Buben durch das dortige Geländer und fiel etwa fünf bis sechs Meter tief ins Wasser und auf den steinigen Untergrund.
Das Ufer ist an der Stelle von einer fünf bis sechs Meter hohen Steinwand begrenzt, das Wasser ist nicht sehr tief. Unten umfließt an der Stelle ein kleinerer Arm eine Kiesbank. Zwar ist die Strömung hier nicht so stark wie im Hauptarm, dennoch wurde das Kind vom Wasser davongetragen, so ein Polizeisprecher.
Zweijähriges Kind stürzt mehrere Meter tief in die Isar
Die Mutter und mehrere Passanten versuchten, sich Zugang zur Isar zu verschaffen. Polizeibeamte, die schnell und als erstes vor Ort waren, stiegen hinter der Corneliusbrücke ans Wasser hinab und liefen flussaufwärts bis zur Brücke, wo sie den zweijährigen Buben auf einer Kiesbank fanden.
Glücklicherweise war das Kind nicht noch weiter mitgerissen worden, denn im Flussbett befinden sich bald danach Stufen und Wasserwalzen, das Wasser wird tiefer und die Strömung stärker.

Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst sowie der Kinder-Notarzt versorgten den kleinen Buben vor Ort und brachten ihn zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus. Ein alarmierter Hubschrauber konnte abdrehen.
Das Kind sei unterkühlt, aber ansprechbar und zumindest äußerlich nicht schwer verletzt gewesen, so der Polizeisprecher. Alles in allem also wohl großes Glück im Unglück. Zwei Minuten länger im Wasser und all das hätte anders aussehen können, so die Polizei. „Wir drücken der Familie die Daumen, dass die Sache glimpflich ausgeht“, sagte der Sprecher.