Großeinsatz der Polizei in München: SEK mit gezückten Maschinenpistolen im Treppenhaus
Nur Minuten nachdem am Mittwochabend der Notruf einer 16-Jährigen in der Einsatzzentrale des Präsidiums eingegangen war, rasten mehr als zehn Streifenwagen und eine schwer bewaffnete Spezialeinheit der Polizei, das SEK, zu einer Adresse im Carl-Orff-Ring.
Die Einsatzkräfte umstellten das Mietshaus und riegelten die Umgebung im Norden Schwabings ab. Zeitgleich rückten die SEK-Beamten mit gezückten Maschinenpistolen durch das Treppenhaus vor. Das Mädchen hatte bei ihrem Notruf mitgeteilt, dass der 18-Jährige im Besitz einer Waffe sei.
Drei Personen sind bereits polizeibekannt
In der fraglichen Wohnung hielten sich am Mittwoch gegen 19.30 Uhr die 16-Jährige sowie ihr zwei Jahre älterer Bruder auf. Beide stammen ursprünglich aus dem Kosovo, sie leben zusammen in der Wohnung im Carl-Orff-Ring.
Zudem waren zwei der Freunde des Bruders zu Besuch, ein 18-Jähriger in München lebender Bulgare und ein 22-jähriger Deutscher aus München. Alle drei sind bei der Polizei bereits früher schon einmal aufgefallen und haben entsprechende Unterlagen.
Polizei findet Schreckschusswaffe bei 18-Jährigem
Die Polizisten durchsuchten die drei jungen Männer. Dabei fanden sie bei dem 18-Jährigen eine Schreckschusswaffe. Sie wurde sichergestellt. Wem die Waffe gehört, ist momentan noch unklar. Ob es die Waffe ist, wegen der die 16-Jährige den Polizeinotruf gewählt hat, ist auch noch unbekannt.
Die Beamten durchsuchten die komplette Wohnung des Geschwisterpaares, fanden dabei aber keine weiteren Waffen. Warum es zwischen Bruder und Schwester zum Streit kam, ermittelt die Kripo.
