Schon wieder ein Rangierfehler? Zug entgleist in München – 500.000 Euro Schaden
Am Dienstagnachmittag (14. Juli) ist zwischen der Münchner Hackerbrücke und der Donnersbergerbrücke ein Unfall auf den Gleisen passiert. Verletzt wurde zwar laut Bundespolizei niemand. Doch der Schaden ist groß.
Demnach entgleiste ein Bauzug während eines Rangiervorgangs. Offenbar machte der 32-jährige Rangierführer hierbei einen entscheidenden Fehler. Welcher das genau gewesen ist, erwähnt die Bundespolizei nicht. Das Ganze geschah wohl rund um eine Weiche.
Der Zug schrammte offenbar neben den Gleisen entlang
Bald nach dem Entgleisen stoppte der Zug wohl recht ruppig. Der Rangierführer blieb dabei unverletzt. Doch der ganze Zug war einige Meter weit neben den Gleisen am Boden entlanggeschrammt. Das führte zu Schäden an der ganzen Anlage.
Nach ersten Ermittlungen sind einige Bahnschwellen beschädigt worden. Auch die Gleisanlagen sowie der Zug und auch die Gleise nahmen deutlichen Schaden, nachdem der tonnenschwere Zug neben den Gleisen entlang gepoltert war.
Eine erste Einschätzung der Schadenshöhe gibt es bereits. Demnach handelt es sich um rund 500.000 Euro. Da es offenbar Anzeichen auf ein Fehlverhalten gibt, ermittelt die Polizei nun gegen den Rangierführer. Die Beamten haben ein Verfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs eingeleitet.
Zugverkehr nach Landshut und zurück nicht beeinträchtigt
Etwas mehr als drei Stunden dauerte die Bergung des Zuges. Zwischen 18.30 und 21.30 Uhr waren Spezialisten damit beschäftigt, die Strecke wieder freizuräumen. Der Unfall geschah auf der Gleislinie, die vom Hauptbahnhof Richtung Landshut führt. Somit war der Verkehr auf dieser Strecke eingestellt worden.
Trotz des Chaos auf den Gleisen gab es eine gute Nachricht für Bahnreisende: Der Personenverkehr konnte weiterrollen, denn die Züge Richtung Landshut und zurück wurden auf Ausweichgleise umgeleitet.
Um den Unfall zu dokumentieren, kam auch ein Hubschrauber zum Einsatz. Die Fliegerstaffel Oberschleißheim der Bundespolizei fertigte Übersichtsaufnahmen aus der Luft an.

