Schockanruf: Münchnerin um Gold im Wert von 200.000 Euro betrogen – mit "Kochtopf"-Trick

Die Frau fällt aus Angst vor Einbrechern auf die Masche falscher Polizisten herein. In einem anderen Fall kassieren die Trickbetrügerin bei einer hochbetagten Rentnerin aus München innerhalb von wenigen Stunden zweimal ab. 
Ralph Hub
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Durch Schockanrufe, bei denen sich die Täter als Polizisten oder auch immer häufiger als Ärzte ausgeben, haben Opfer aus München im vergangenen Jahr insgesamt mehrere Millionen verloren. (Symbolbild)
Durch Schockanrufe, bei denen sich die Täter als Polizisten oder auch immer häufiger als Ärzte ausgeben, haben Opfer aus München im vergangenen Jahr insgesamt mehrere Millionen verloren. (Symbolbild) © IMAGO/MICHAEL BIHLMAYER

Der Anruf, den die 63-Jährige aus Oberschleißheim am Montagmorgen bekam, klang überaus besorgniserregend: Ein Mann, der sich als Polizist ausgab, erzählte ihr von Einbrüchen in der Gegend. Geschickt horchte der Trickbetrügerin die Münchnerin am Telefon nach ihren Wertsachen aus und machte der Frau auch Angst, dass sie das nächste Opfer der Einbrecher werden könnte.

Täter üben über Stunden extremen Druck auf die Opfer aus

Die Frau, dachte, sie würde damit die Ermittlungen der Kripo unterstützen, und ließ sich zu einem für sie verhängnisvollen Plan überreden: Die Münchnerin stimmte zu, mehrere Goldbarren im Gesamtgewicht von rund 1,5 Kilogramm (Wert: rund 200.000 Euro) und Bargeld in einen Kochtopf zu legen und den dann draußen vor der Haustüre zu deponieren.

Den Topf und den Goldschatz haben die dreisten Trickbetrüger unbemerkt abgeholt. Als sich der vermeintliche Polizist dann aber nicht mehr meldete, rief das Opfer im Präsidium an. Inzwischen ermittelt die Kripo. "Die Täter üben über Stunden extremen Druck aus, die Opfer kommen nicht zur Ruhe und können keinen klaren Gedanken mehr fassen", erklärte ein Polizeisprecher.

Rentnerin glaubt, ihre Enkelin sei schwer Krebs krank

Ein Trickbetrüger, der sich als Arzt und Professor an einer Klinik ausgab, hat mit einem Schockanruf eine über 80 Jahre alte Rentnerin aus Neuhausen hereingelegt. Der Anrufer behauptete ebenfalls am Montag, die Enkelin der Seniorin habe Krebs im Endstadium.

Die Großmutter müsse für die Behandlung in der Klinik Geld vorschießen, um das Leben der Enkelin zu retten. Die Münchnerin übergab daraufhin am Nachmittag einer fremden Frau an der Wohnungstüre Schmuck für mehr als 100.000 Euro.

Unglaublich dreist: Täter kommen wieder

Zwei Stunden später, kurz nach 18 Uhr, meldeten sich die Gauner wieder telefonisch, erneut wollten sie Geld von der Frau für die angebliche Krebstherapie. Wieder war die Rentnerin großzügig und übergab weitere Ersparnisse, mehrere Zehntausend Euro in bar. Auch in diesem Fall ermittelt inzwischen die Kripo.

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18 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
  • Fluxxus am 22.01.2026 14:53 Uhr / Bewertung:

    Ich gehe bei unbekannten bzw. verdächtigen Nummern auf dem Festnetz-Display nicht ans Telefon. Wenn keine Nachricht auf dem AB gesprochen wurde, ist es nicht wichtig. Schützt auch vor anderen Betrügereien und Callcenter-Belästigungen.

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  • .x.x. am 22.01.2026 08:28 Uhr / Bewertung:

    "Es gibt zwei Dinge die unendlich sind. Das Universum und die Dummheit der Menschen. Beim Universum bin ich mir aber nicht sicher" - Albert Einstein

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  • Hanswurst am 22.01.2026 14:21 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von .x.x.

    Kritik von der Couch, genau mein Humor.

    Wurden Sie schon von Krankenhaus und Polizei angerufen und Ihnen wurde schlechte Nachrichten mitgeteilt? Da schaltet das Hirn in den Notfallmodus. Da denken Sie nicht mehr rational.

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