Schlägerei um Weinschorle am Flaucher

Ein Schüler fällt dabei in den glühenden Grill. Die Angeklagten können sich nicht daran erinnern.
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Grillfeten am Flaucher. Punker verprügelten fünf Schüler.
Daniel von Loeper Grillfeten am Flaucher. Punker verprügelten fünf Schüler.

Ein Schüler fällt dabei in den glühenden Grill. Die Angeklagten können sich nicht daran erinnern.

MÜNCHEN Für zwei Punks endete eine Grillfete am Flaucher jetzt vor dem Münchner Amtsgericht: „Herr Richter, ich kann mich an nichts mehr erinnern. Das letzte Jahr habe ich nur gesoffen und Tabletten geschluckt – und auf einmal wurde ich verhaftet“, sagte Kaminkehrer Patrick E. (29).

Auch sein Spezl Sascha Sch. (25) hat nur noch Erinnerungsfetzen: „Bruchstückweise weiß ich noch, wie es abgegangen ist.“ Dafür hat die Staatsanwaltschaft noch ein klares Bild von der Prügelei an der Isar. Der Vorwurf: gefährliche Körperverletzung. Es passierte am 12. Juni 2010, gegen 20.45 Uhr: Patrick E. soll zu einer Gruppe von fünf Schülern gegangen sein, die am Flaucher mit Grill, Bier und Wein Geburtstag gefeiert haben. Ohne zu fragen, nahm Patrick E. eine Flasche Weißweinschorle an sich, die dem Schüler Christoph H. (18) gehörte.

Damit ging er zurück zu seinen Kumpels, die in unmittelbarer Nähe grillten. Christoph H. erinnerte sich: „Ich kam gerade aus dem Wasser und sah wie der Angeklagte mit meiner Weinschorle weg ging.“ Der Schüler wollte seine Flasche wieder zurück. Patrick E. fackelte nicht lange und schlug dem Schüler mit der Faust ins Gesicht.

Als sich die Freunde von Christoph H. einmischten, griff der berufslose Sascha Sch. ins Geschehen ein. Die beiden Punker waren den Schülern eindeutig überlegen. Mit Boxschlägen prügelten sie die Schüler zu Boden. Einer fiel in die glühende Grillkohle. Anstatt in diesem Moment von dem Schüler abzulassen, trat Patrick E. dem Jungen mit seinen Springerstiefeln noch ins Gesicht.

Patrick E. „Meine Freundin hatte mich damals mit unserer Tochter verlassen. Ich war fertig und habe nur getrunken.“ Auch Sascha Sch. griff damals täglich zur Flasche: „Ich hatte psychische Probleme.“ Der Prozess dauert an.

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