Scheibe zerstört: Alarm bei Münchens Luxus-Kaufhaus Ludwig Beck

Einbrecher? Vandalismus? Eine zerborstene Scheibe am Eingang zum Geschäftshaus von Ludwig Beck am Münchner Rathauseck wirft Fragen auf.
Ein Anrufer, vermutlich ein im Moment des Geschehens zufällig vorbeigekommener Passant, meldete den Vorfall am Marienplatz am Samstag (27. Juni) gegen 23.30 Uhr der Münchner Polizei. "Der Zeuge hatte demnach einen lauten Knall gehört", sagte ein Polizeisprecher der AZ: "Auch der Alarm des Gebäudes wurde dann ausgelöst."
"Die Absuche" der vor Ort eingesetzten Beamten habe keine Hinweise auf eine Straftat ergeben, auch nicht auf eine Person oder einen Gegenstand. Man werde voraussichtlich noch die Videoaufzeichnungen auswerten. "Nach dem Stand der Dinge lief in den Innenräumen des Geschäftshauses die Klimaanlage und wegen des großen Temperaturunterschieds zur Hitze draußen ist das Glas der Eingangstür zersprungen", so der Sprecher.

Experten sprechen dabei von einem sogenannten "thermischen Glasbruch". Das Glas bricht dabei wegen hoher Temperaturunterschiede innerhalb einer Scheibe. Fällt die sengende Sonne auf die Außenseite, dehnt sich das Glas dort aus, während der innere Bereich durch die Klimaanlage kühl bleibt. Das erzeugt massive Spannungen auf der Oberfläche.
Laut dem Bundesverband Deutscher Sachverständiger und Fachgutachter (BDFS) treten die thermischen Glasbrüche neben den mechanischen Glasbrüchen – bzw. die Kombination aus beiden Varianten – am häufigsten auf. "Es gibt Stand heute keine Garantie, diese Gefahren komplett auszuschließen. Durch eine gründliche Planung können jedoch die meisten Probleme im Vorfeld erkannt und vermieden werden", schreibt der Verband auf seiner Website.

Die Feuerwehr hat den Schaden notdürftig repariert und die entsprechende Stelle mit Holz verschalt. Eine Antwort auf eine AZ-Anfrage bei Ludwig Beck steht noch aus.