Schaufensteraktion am Stachus: Das Münchner Kindl sucht eine Wohnung

Eine dünne Matratze, Bettzeug und wenig Platz: Das Münchner Kindl hat sich im Schaufenster des Münchner Mietervereins an der Sonnenstraße platziert, um auf sein Problem aufmerksam zu machen. "Stellvertretend für ganz München haben wir das Kindl ausgewählt für die Performance“, sagt Felicia Rief von der Mieterinitiative Ausspekuliert, die die Mietendemo mit organisiert. Denn: "Alle Münchner*innen, die zur Miete wohnen, sind vom Mangel an bezahlbarem Wohnraum betroffen“, sagt sie.
Münchner Kindl sucht Wohnung: Bündnis wirbt für Mietendemo
Mit der Aktion will das Bündnis für die Mietendemo vom 7. Februar natürlich die Werbetrommel rühren. Es geht aber auch darum, die verschiedenen Aspekte der Münchner Mietsituation zu zeigen, die insbesondere Frauen auf ganz eigene Art betreffen. "Der Mietvertrag läuft oft auf den Mann, zum Beispiel. Und sie sind öfter betroffen von Altersarmut“, sagt Rief. Das wolle man kurz und knapp auf den Punkt bringen mit der Aktion.

Die Aktivisten wollen auch mit Passanten ins Gespräch kommen und deren Sorgen und Nöte in Zusammenhang mit den Münchner Mieten hören. Wenn die mitbekämen, dass es hier um das Thema Mieten geht, blieben viele stehen, beobachtet Rief. "Da ist die Resonanz sofort da“, sagt sie.
Das Demo-Bündnis bekommt derweil täglich Zulauf, sagt Rief. Mittlerweile seien es bereits über 110 Organisationen, Vereine, Parteien und Bündnisse, die die Demo vom 7. Februar unterstützen.