Schaufensteraktion am Stachus: Das Münchner Kindl sucht eine Wohnung

Ein Bündnis wirbt mit ungewöhnlicher Aktion im Schaufenster für die Mietendemo auf dem Odeonsplatz am 7. Februar.
Jan Krattiger
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Das Münchner Kindl im Schaufenster des Mietervereins an der Sonnenstraße.
Das Münchner Kindl im Schaufenster des Mietervereins an der Sonnenstraße. © Jan Krattiger

Eine dünne Matratze, Bettzeug und wenig Platz: Das Münchner Kindl hat sich im Schaufenster des Münchner Mietervereins an der Sonnenstraße platziert, um auf sein Problem aufmerksam zu machen. "Stellvertretend für ganz München haben wir das Kindl ausgewählt für die Performance“, sagt Felicia Rief von der Mieterinitiative Ausspekuliert, die die Mietendemo mit organisiert. Denn: "Alle Münchner*innen, die zur Miete wohnen, sind vom Mangel an bezahlbarem Wohnraum betroffen“, sagt sie.

Münchner Kindl sucht Wohnung: Bündnis wirbt für Mietendemo

Mit der Aktion will das Bündnis für die Mietendemo vom 7. Februar natürlich die Werbetrommel rühren. Es geht aber auch darum, die verschiedenen Aspekte der Münchner Mietsituation zu zeigen, die insbesondere Frauen auf ganz eigene Art betreffen. "Der Mietvertrag läuft oft auf den Mann, zum Beispiel. Und sie sind öfter betroffen von Altersarmut“, sagt Rief. Das wolle man kurz und knapp auf den Punkt bringen mit der Aktion.

Felicia Rief von der Mieterinitiative Ausspekuliert.
Felicia Rief von der Mieterinitiative Ausspekuliert. © Jan Krattiger

Die Aktivisten wollen auch mit Passanten ins Gespräch kommen und deren Sorgen und Nöte in Zusammenhang mit den Münchner Mieten hören. Wenn die mitbekämen, dass es hier um das Thema Mieten geht, blieben viele stehen, beobachtet Rief. "Da ist die Resonanz sofort da“, sagt sie.

Das Demo-Bündnis bekommt derweil täglich Zulauf, sagt Rief. Mittlerweile seien es bereits über 110 Organisationen, Vereine, Parteien und Bündnisse, die die Demo vom 7. Februar unterstützen.

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18 Kommentare
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  • Adriana am 24.01.2026 05:12 Uhr / Bewertung:

    diese demo wird gottseidank endlich die misere der wohnungsnot beenden; ganz sicher.
    wieviele der teilnehmenden organisationen tun eigentlich tatsächlich konkret etwas dagegen (wohnungen bauen zb)? dauernd fordern dass andere etwas leisten ist ähnlich einfach wie das geld anderer zu verteilen. wird eigentlich auch dagegen demonstriert dass tausende wohnungen in münchen nicht an einheimische bürger sondern an subsidiär geschützte, ausreise-pflichtige, asylbewerber uä vergeben werden? ich frage für einen freund.

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  • Himbeer-Toni am 24.01.2026 09:11 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Adriana

    Niemand von denen tut was gegen die Wohnungsnot. Wie denn mit leeren Taschen?
    Sie wollen nur anderen vorschreiben was die mit ihrem Geld machen sollen.

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  • Der wahre tscharlie am 24.01.2026 18:47 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Adriana

    Ach herrje, schon wieder so ein "Eintopf-Kommentar" in dem wieder alles zusammengemischt wird.

    Als erstes mal erklär ich dir den Sinn einer Demo.
    Sinn und Zweck einer jeglichen Demo ist, auf einen Misstand aufmerksam zu machen und von der Politik eine Änderung zu fordern.

    Wohnungen werden von Baufirmen gebaut und nicht von Demonstranten.

    Was du verschweigst ist, dass über 22 000 Wohnungen aktuell leer stehen. Dass du das Thema dazu benutzt, den ausländischen Mitbürger indirekt die schuld zu geben, dass wir seit Jahrzehnten ein Wohnungsproblem haben, liegt vermutlich an einer gewissen "blauen Einfärbung".

    Und dein Satz, "ich frage für einen Freund" ist ein Satz, den die Witwe früher gern in ihren Kommentaren benutzte.

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