Saubären an der Isar: Größere Mülleimer gefordert

Den Abfall in die Mülleimer - an der Isar schaffen das nicht alle. Die Lokalpolitik fordert Konsequenzen - zum Beispiel Gittercontainer in Regenbogenfarben.
| Eva von Steinburg
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Ein Gittercontainer an der Isar. Jetzt fordern Lokalpolitiker, größere Behälter aufzustellen.
Ein Gittercontainer an der Isar. Jetzt fordern Lokalpolitiker, größere Behälter aufzustellen. © Daniel von Loeper

München - Der Wind und die Krähen verteilen ihn - den To-Go-Müll der Münchner. Besonders nach sonnigen Tagen ärgern sich viele Menschen über ein unschönes und überquellendes Problem: Plastikbecher, sperrige Pizzakartons oder Wodkaflaschen purzeln aus überquellenden Mülleimern.

"Gefühlt haben wir dreimal so viel Müll wie früher"

Oder sie werden mangels Platz gedankenlos daneben abgelegt. Das Ergebnis: "Gefühlt haben wir dreimal so viel Müll wie früher. Besonders die Pizzakartons fallen auf, die Leute sollen ja in den lokalen Restaurants kaufen", sagt Arne Brach (Die Grünen/Rosa Liste) vom Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt. Nachlässig liegengelassene Cocktail-Becher und die Scherben zerschmissener Flaschen ärgern ihn persönlich am meisten.

Die Lösung: größe Gittercontainer an der Isar, auch an der Theresienwiese, haben die Lokalpolitiker von der Stadt diese Woche gefordert. "Aufgrund der Dringlichkeit bitten wir um beschleunigte Behandlung", heißt es in dem interfraktionellen Antrag.

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Am Gärtnerplatz, dem St. Pauls-Platz, auf dem Alten Südlichen Friedhof, dem Westufer der Isar, am Holzplatz, der Theresienwiese und am Stephansplatz werden diese zusätzlichen Abfallbehälter unbedingt gebraucht, "gerne in Regenbogenfarben", so Arne Brach.

Mehr Einwegverpackungen wegen Corona

Denn: "Mit den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hat sich das soziale Leben in den öffentlichen Raum verlagert, was aus Gründen der Senkung des Infektionsrisikos grundsätzlich begrüßenswert ist", schreibt Mit-Initiatorin Claudia Lowitz von den Grünen.

Ob Chips oder Saft, Thai-Food oder Latte Macchiato: Essen und Getränke werden oft in Einwegverpackungen auf der Wiese, auf Treppenstufen oder hastig im Gehen und Stehen konsumiert, so dass in der Folge die normalen Mülleimer überquellen.

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"Ich jogge jeden Sonntag an der Isar Richtung Freimann oder nach Süden. Sobald eine Bank kommt oder ein Mülleimer, liegt dort viel Müll. Es ist irgendwie menschlich, dass man draußen sitzen will. Aber ich esse dann kleine Sachen und nehme meinen Müll wieder mit. Außerdem ist es nicht die Welt, einen Pizzakarton zu falten und draufzutreten. Dünnere Kartons kann man zerreißen. Das hilft schon viel", erklärt Benoît Blaser (Die Grünen/Rosa Liste), Chef des BA Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt.

Tipps für weniger Müll

Im Netz regen die "Isar-Lovers" an: "Nehmt's eure Scherben wieder hoam". Der Verein "Deine Isar" kämpft für einen sauberen Fluss. Seine Tipps für die schönen Frühlingstage: Benutzt Brotzeitboxen und Trinkflaschen. Einweggeschirr ist ein "No Go". Habt immer eine Tüte dabei, um eigenen und fremden Müll einzupacken.

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