Sanierung des Ruffinihauses: Stadt setzt sich für Mieter ein

Das Ruffinihaus muss saniert werden, die Händler müssen entweder umziehen, oder aber Lärm ertragen. Die Stadt setzt sich nun dafür ein, dass nach der Sanierung die Mieten bezahlbar bleiben.
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München - Im 1905 von Architekt Gabriel von Seidl erbauten Ruffinihaus zwischen Rindermarkt und Sendlinger Straße sind seit jeher kleine Handwerksbetriebe und inhabergeführte Läden zu Hause. Seit einem Gutachten aus dem Jahr 2011 ist bekannt: Die Stadt muss den ganzen Ruffiniblock komplett sanieren.

2015 erteilte der Stadtrat dem Kommunalreferat den entsprechenden Projektauftrag. "Von Anfang an steht das Kommunalreferat in engem Kontakt mit den Ladenmietern. Unser Ziel war dabei alle von der Sanierung Betroffenen umfänglich und rechtzeitig zu informieren", so Kommunalreferent Axel Markwardt.

Sanierungszeit auf 15 Monate gedeckelt

"Dabei habe ich immer wieder deutlich gemacht, wie sehr mir und meinem Referat die Mieter der kleinen Läden im Ruffinihaus am Herzen liegen", sagt Markwardt. Das geht so weit, dass er zusammen mit seinen Experten alles unternimmt, um den Mietern auch nach der Sanierung eine Zukunft im Ruffinihaus zu ermöglichen.

Dazu gehört einerseits, dass das Kommunalreferat in enger Zusammenarbeit mit dem Baureferat die Sanierungszeit für die Läden auf 15 Monate komprimieren konnte. Denn je schneller alle Rückkehrer wieder in ihre angestammten Läden ziehen können, desto zügiger findet die angestammte Kundschaft zurück.

Markwardt: "Keine Filialisten"

Andererseits wird alles versucht, um auch für die Zeit während der Sanierung so vielen Ladenmietern wie möglich eine Interimsunterbringung anbieten zu können. Dazu steht das Kommunalreferat in laufenden Verhandlungen mit dem Stadtmuseum, dessen Ladenräume unter den Arkaden im Rosental für eine Zwischennutzung ideal wären.

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Was die zukünftigen Mieten betrifft: "Die Stadt München hat keinerlei Interesse daran, die bisherigen Ladenmieter des Ruffinihauses durch zu hohe Mieten zu vertreiben", bekräftigt Markwardt. "Deshalb legen wir die künftigen Mieten im Januar 2017 dem Stadtrat vor. Unser Ziel sind in jedem Fall Miethöhen, welche die Existenz der angestammten Ladenmieter nicht gefährden. Dass Filialisten oder weltweit agierende Konzerne, die mittlerweile das Gesicht fast jeder Fußgängerzone prägen, in das Ruffinihaus einziehen, wollen wir unter allen Umständen verhindern."

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