S-Bahn-Stammstrecke: Zweiter Tunnel nicht förderfähig?

Es ist eines der Dauerstreittehmen in Münchent: Der Bau des zweiten Stammstreckentunnels. Ein im Auftrag der "Freien Wähler" erstelltes Gutachten legt nun den Verdacht nahe, dass ein zweiter S-Bahntunnel unwirtschaftlich und damit nicht förderfähig sei.
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Die zweite Stammstrecke soll die Münchner S-Bahn weniger störungsanfällig machen.
AZ Die zweite Stammstrecke soll die Münchner S-Bahn weniger störungsanfällig machen.

Es ist eines der Dauerstreittehmen in München: Der Bau des zweiten Stammstreckentunnels. Ein im Auftrag der "Freien Wähler" erstelltes Gutachten legt nun den Verdacht nahe, dass ein zweiter S-Bahntunnel unwirtschaftlich und damit nicht förderfähig sei.

München - Über drei Milliarden Euro würde der Bau des zweiten S-Bahn-Stammstreckentunnels kosten und dementsprechend umstritten ist das Großprojekt auch. Vor allem die Kritiker bekommen nun neue Nahrung. Einer Studie zufolge, die der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler Michael Piazolo in Auftrag gegeben hat, lässt vermuten, dass eine zweite Röhre unwirtschaftlich wäre. Das Projekt wäre damit nicht mehr förderfähig.

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Wie die Landtagsfraktion am Montag mitteilte, habe der der Münchner Abgeordnete Prof. Dr. Michael Piazolo bereits in den vergangenen Monaten versucht Klarheit über kritische Berechnungen zu den Umsteigezeiten beim zweiten S-Bahn-Stammstreckentunnel zu erhalten. Mit den Antworten, die er bekam gibt ist Piazolo alles andere als zufrieden. Vieles sei unbeantwortet geblieben. Was ihn wiederum in seiner Vermutung bestätigt, "dass die Berechnungen der Staatsregierung fehlerhaft sein könnten."

Eine in seinem Auftrag erstellte Studie untermauere seinen Verdacht, so Piazolo.

Lesen Sie hier: Zweite Röhre für die S-Bahn: Dobrindt will mehr Geld geben

Der vom Planungsbüro Vieregg erstellten Studie zufolge ist nämlich die durchgeführte Standardisierte Bewertung vermutlich nicht regelkonform oder gar fehlerhaft – zumindest hinsichtlich der Berechnung der Umsteigezeiten und unter Berücksichtigung längerer Fußwege, die nach Inbetriebnahme des zweiten Tunnels auf die Bürger zukämen.

"Im Ergebnis kann diese Abweichung von den Vorgaben zu einem negativen Nutzen-Kosten-Faktor führen, was eine Finanzierung des zweiten S-Bahn-Stammstrecken­tunnels durch die öffentliche Hand unmöglich macht, sagte Piazolo. Die "Freien Wähler" wollen deshalb per Dringlichkeitsantrag die Bayerische Staatsregierung dazu auffordern, die Berechnungen der Standardisierten Bewertung offenzulegen, um etwaige Unstimmigkeiten aufzuklären.

Es bleibt also spannend beim Thema Stammstreckentunnel.

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