S-Bahn-Schlägern vom Marienplatz: Geschnappt

Die Polizei veröffentlichte die Aufnahmen der Videokamera: Eine Woche später konnten die Beamten die S-Bahnschläger vom Marienplatz verhaften. Die zwei Männer haben die Gewalttat im S-Bahnhof Marienplatz gestanden. Ihr Motiv für den Ausraster ist immer noch unklar
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Einer der beiden S-Bahn-Schläger: In den eigenen Wohnung wurden sie von der Polizei geschnappt
Bundespolizei Einer der beiden S-Bahn-Schläger: In den eigenen Wohnung wurden sie von der Polizei geschnappt

MÜNCHEN - Die Polizei veröffentlichte die Aufnahmen der Videokamera: Eine Woche später konnten die Beamten die S-Bahnschläger vom Marienplatz verhaften. Die zwei Männer haben die Gewalttat im S-Bahnhof Marienplatz gestanden. Ihr Motiv für den Ausraster ist immer noch unklar

Sie traten ihm mit den Schuhen gegen den Schädel, schlugen ihm mit den Fäusten ins Gesicht, ihr Opfer erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Ein Akt roher Gewalt, wieder einmal in an einem Bahnsteig und diesmal sogar im Herzen der Stadt: Am S-Bahnhof Marienplatz.

Doch nun sind die beiden Schläger gefasst. Heute Morgen in ihren Wohnungen gestellt. Der 24-jährige Kroate aus dem Kreis Ebersberg und der 25-jährige Münchner wurden am Freitag verhaftet. Sie waren daheim in ihren Wohnungen, als die Polizei an die Tür klopfte. Eine Woche, nachdem die Bundespolizei die Fahndungsfotos aus einer Videokamera überprüft hatte, wurden sie geschnappt. Man habe viele Hinweise aus der Bevölkerung zu der Tat vom 15. August erhalten, sagt die Polizei. Ohne die hätte man die Schläger wohl nicht so schnell geschnappt.

Die Täter gestanden den Gewaltakt. Auch wurden die Kleider gefunden, die sie während der Gewalttat trugen. Ihr Motiv ist jedoch noch völlig unklar. Das Opfer, ein 26-jähriger Münchner, erklärte, die beiden hätten seine Freundin beleidigt. Dann sei es zu dem folgenschweren Streit gekommen. Die Festgenommen bestreiten das.

Wer sind die brutalen Schläger? Weder der Münchner, noch der Kroate haben Vorstrafen. Beide kämen aus „gesitteten Verhältnissen“, wie ein Polizeisprecher erklärt. Beide haben einen Job, arbeiten als Heizungsbauer bei großen Münchner Firmen. „Sie sagen, im Nachhinein könnten sie nicht verstehen, dass sie so ausgerastet sind“, sagt Berti Habelt von der Bundespolizei. Doch das Überwachungsvideo spreche eine ganz andere Sprache.

Der 25-jährige Täter schlug so brutal zu, dass er sich sogar an der Hand verletzte. Er musste sich sogar operieren lassen und ist seit der Tat krank geschrieben.

Bevor Sie ihr Opfer und dessen Freundin am 15. August in der S-Bahn trafen, hatten die Schläger in einer Diskothek gefeiert. Sie waren angetrunken – doch Alkohol allein kann den Streit nicht ausgelöst haben, wie die Polizei vermutet.

Beide erwartet nun eine Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung. Das Strafmaß für die Tat beträgt Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. rke, job

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