Routineeinsatz eskaliert: Münchner greift im Wahn nach Waffen und Schlagstock von Polizisten

Ein 24-Jähriger mit psychischen Problemen verliert die Kontrolle. Die Mutter bittet die Polizei um Hilfe. Doch der Sohn greift die Streifenwagenbesatzung an. Er bekommt einen Schlagstock zu fassen und prügelt auf einen Beamten ein. Auch nach einer der Dienstpistolen soll der Münchner gegriffen haben. 
Ralph Hub
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Ein Schlagstock gehört zur normalen Ausrüstung von Streifenpolizisten. (Symbolbild)
Ein Schlagstock gehört zur normalen Ausrüstung von Streifenpolizisten. (Symbolbild) © Silas Stein

Der 24-Jährige leidet schon längere Zeit unter psychischen Problemen. Am Mittwochmittag begann er in der Wohnung seiner Mutter in einem Mehrfamilienhaus in der Nähe des Waldfriedhofs zu randalieren. Der Sohn ließ sich nicht mehr beruhigen. Die Mutter verständigte schließlich den Polizeinotruf.

Angreifer attackiert mit Polizeischlagstock

Als die erste Streife, ein Polizist (30) und seine Kollegin (28) bei der Adresse in der Werdenfelsstraße eintraf, versuchte sie zunächst, den Münchner in der Wohnung zu beruhigen. Doch der fast zwei Meter große Mann ging sofort auf die Beamten los und schlug mit Fäusten auf sie ein. Es entwickelte sich ein verbissen geführter Kampf, der immer mehr an Dramatik gewann. Der Mann schafft es, den Schlagstock eines der Polizisten aus dessen Holster am Gürtel zu ziehen. Er schlug damit nach dem Beamten und traf mehrmals dessen Beine. Doch die Situation eskalierte weiter, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag über den Einsatz im Bereich Sendling-Westpark berichtete. Der Angreifer versuchte zudem, einem Polizisten die Dienstwaffe aus dem Holster am Gürtel zu ziehen. Doch die Waffen sind speziell gesichert, der 24-Jährige scheiterte daher. Erst mithilfe einer weiteren Streife gelang es schließlich, den Randalierer zu Boden zu ringen, zu fesseln und ruhigzustellen.

Randalierer ist bereits polizeibekannt

Der Münchner wurde anschließend in eine psychiatrische Klinik gebracht. Der 24-Jährige hatte bereits früher schon wegen seiner mentalen Probleme für Polizeieinsätze gesorgt. Er wurde wegen Angriffs und Widerstands gegen Polizeibeamte und Körperverletzung angezeigt. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt. Die beiden Beamten sind weiterhin dienstfähig.

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