Rooftop-Bars und Terrassen in München: Die schönsten Orte für den Sundowner im Frühsommer

Die Sonne wärmt die Stadt jeden Tag ein bisserl mehr. Zeit, sich wieder draußen zu treffen. Die AZ zeigt Ihnen, wo es sich besonders schön im Freien sitzen lässt.
von  Ruth Frömmer
An Schanigärten mangelt es rund um den Gärtnerplatz und im Glockenbachviertel wirklich nicht. Aber so eine rosa Terrasse wie hier ist dann doch eine Neuheit. Von Mittwochs bis Samstag mischen sich hier Anwohner und Besucher der Ausstellungen im Stehausschank Graf Rumford.
An Schanigärten mangelt es rund um den Gärtnerplatz und im Glockenbachviertel wirklich nicht. Aber so eine rosa Terrasse wie hier ist dann doch eine Neuheit. Von Mittwochs bis Samstag mischen sich hier Anwohner und Besucher der Ausstellungen im Stehausschank Graf Rumford. © ho

Endlich ist es soweit: Das Wochenende ist da und so schön langsam, aber in ganz großen Schritten macht sich der Frühsommer in der Stadt breit. Die Kastanien stehen in voller Blüte, die letzten Schanigärten sind errichtet und in den Biergärten gehen die Maßen schon wieder fast wie am Laufband über die Theken.

Aber München hat noch jede Menge mehr Freiluftvergnügen zu bieten. Nicht nur Hotels servieren Spritz und mehr auf ihren schönen Dachterrassen. Vom Bayerischen Hof übers Mandarin Oriental in der City bis zum M’Uniquo am Schwabinger Tor: In luftiger Höhe genießt es sich einfach besonders schön. Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen noch ein paar weitere besondere Rooftops vor.

Freiluftvergnügen in München Rooftop-Bars und schöne Terrassen für einen gepflegten Sundowner

Aber es muss gar nicht immer hoch oben sein. Auch der ein oder andere Schanigarten ist so liebevoll eingerichtet, dass Sie dort alles um sich herum vergessen können und Urlaubslaune bekommen. Auf ganzen Straßen in der Maxvorstadt oder im Glockenbachviertel reiht sich ein bunter Schanigarten an den nächsten.

Wer’s ein bisserl ruhiger bevorzugt, der setzt sich in eines der kleinen Lokale in der Amalienpassage und lässt den Trubel des Univiertels für ein paar Stunden hinter sich. Das gibt’s auch mitten in der City: Die Asamhof-Passage gilt selbst unter Münchnern oft noch als Geheimtipp. Die Wahrscheinlichkeit, in einem der hübschen Cafés dort einen Platz zu finden, ist hoch.

Am besten, Sie lassen sich einfach treiben. Dank der vielen neuen Kioske in allen Stadtvierteln wartet immer irgendwo ein gekühltes Getränk auf Sie. Und im Englischen Garten oder einem der anderen schönen Parks findet sich auch immer ein freies Bankerl. Ob in luftiger Höhe oder auf festem Boden: Genießen Sie das Wochenende!

Das Buchberg: Günstige Drinks am Karl-Stützel-Platz

Florian Schönhofer (v.l.) mit David Boppert von der Münchner Kultur GmbH und KVR-Chefin Hanna Sammüller.
Florian Schönhofer (v.l.) mit David Boppert von der Münchner Kultur GmbH und KVR-Chefin Hanna Sammüller. © Daniel von Loeper

Zwischen Charles Hotel und Bahnhofsviertel liegt seit Kurzem ein neuer Biergarten mit Kiosk. Das Buchberg ist Teil des Plans, die Gegend um den Alten Botanischen Garten neu zu beleben. Das Besondere: Alkohol gibt es nur im erhöhten Biergartenbereich, auf dem Rest des Platzes ist Alkohol verboten. Die Konstruktion des Buchberg ist verwegen: Kiosk und Biergarten sind über eine Metallbrücke verbunden, die früher einmal Teil eines Skilifts war. Getränke und Snacks gibt es am Kiosk, die Besucher können sich hier eindecken und alles in den Biergarten tragen. Durch die Erhöhung hat man einen überraschend schönen Blick auf den roten Ring sowie auf Basketballfeld und Skaterrampen.

Das entspricht genau der Vision von Wirt Florian Schönhofer, der auch das Café Kosmos betreibt und das Bahnhofsviertel somit bestens kennt: ein urbaner Treffpunkt, an dem sich alle zusammen wohlfühlen. Für diese Wohlfühl-Atmosphäre sorgen zum Beispiel drei große Schaukeln, auf denen sich entspannt das ein oder andere Getränk genießen lässt.

Apropos: Verschiedene Spritzvariationen kosten im Buchberg 5,80 Euro, 0,2 Liter Secco vom Fass gibt es für 3,50 Euro. Wer nur auf einen Espresso vorbeischaut, bekommt den für 1,60 Euro und für Hungrige gibt es jeden Tag wechselnde Sandwiches.

Karl-Stützel-Platz, täglich von 12 bis 23 Uhr

Im Louis Hotel den neuen Koch ausprobieren

Unten der Viktualienmarkt, oben auf der Dachterrasse frische Gemüseküche und mehr aus dem Louis Grillroom.
Unten der Viktualienmarkt, oben auf der Dachterrasse frische Gemüseküche und mehr aus dem Louis Grillroom. © Louis Hotel/Tony Gigov

Das Restaurant im Louis-Hotel hat einen neuen Küchenchef. Marius Pieper hat zuvor im Severin’s – The Alpine Retreat in Lech am Arlberg gekocht. Nun möchte der 30-Jährige die Küche des Louis Grillroom mit reduzierten, aber ausdrucksstarken Gerichten weiterentwickeln.

Diese ist traditionell geprägt von der unmittelbaren Nähe zum Viktualienmarkt. Pieper möchte das saisonale und marktfrische Konzept weiter schärfen, aber noch etwas moderner und kreativer gestalten.
Hoteldirektor Paul Gründemann freut sich über den neuen Mann an Bord: "Mit Marius Pieper gewinnen wir einen Küchenchef, der für Präzision, Kreativität und eine klare kulinarische Haltung steht. Seine Handschrift wird unsere Küche auf ein neues Niveau heben und zugleich perfekt zur Philosophie des Hauses passen."

Ein Blick auf die Speisekarte führt gedanklich direkt zu den Gemüsestandln auf den Viktualienmarkt: Ein Trio vom Kohlrabi (14 Euro) oder Wildkräutersalat mit eingelegtem Gemüse (12 Euro) gibt’s zur Vorspeise. Neben Gemüse stehen auch Fisch und Fleisch auf der Karte. Etwa ein geröstetes Wolfsbarschfilet (34 Euro) oder eine Perlhuhnbrust als Hauptspeise.

In der vergangenen Woche hat das Hotel feierlich seine lauschige Dachterrasse eingeweiht. Immer mittags von 12 bis 14 Uhr stehen dort wechselnde Mittagsgerichte von Pasta bis Panini auf der Karte.
Legendär ist auch der Viktualienmarkt-Brunch am Wochenende. Für 59 Euro pro Person gibt’s dort alles, was man sich zum Frühstück nur wünscht: Von Birchermüsli bis Eggs Benedict, von vegan bis Weißwürste, von Crêpes bis French Toast.

Viktualienmarkt 6, bei schönem Wetter täglich ab 12 Uhr

Rosewood Schanigarten: Luxusluft schnuppern

Im Schanigarten verwöhnt Küchenchef Matthias Brenner die Gäste mit sommerlichen Gerichten. An der zentralen Kardinal-Faulhaber-Straße sitzt man relativ ruhig und geschützt.
Im Schanigarten verwöhnt Küchenchef Matthias Brenner die Gäste mit sommerlichen Gerichten. An der zentralen Kardinal-Faulhaber-Straße sitzt man relativ ruhig und geschützt. © Rosewood Hotel

Den Besuch im Rosewood-Hotel können sich nur wenige leisten. Aber ein bisserl Luxus schnuppern im schönen Schanigarten geht schon – mit sommerlichen Gerichten aus der Brasserie Cuvilliés und Drinks aus der Bar Montez. Immer dienstags gibt es unter dem Motto "Fizz & Fries" Schampus und Pommes.

Kardinal-Faulhaber-Str. 1, So-Mo ab 16, Di-Sa ab 12 Uhr

Koenigshof: Stachus, mal ganz anders

Lauschig, exklusiv und spektakulär: Der Blick von dieser Terrasse des Hotels Koenigshof ist wirklich spektakulär.
Lauschig, exklusiv und spektakulär: Der Blick von dieser Terrasse des Hotels Koenigshof ist wirklich spektakulär. © Hotel Koenigshof

Mittagspause am Stachus klingt stressig, muss es aber ganz und gar nicht sein. Während sich unten auf der Sonnenstraße die Autos durch den Verkehr hupen und die Touristen einen schnellen Burger oder Pizza auf die Hand holen, scheint ganz oben auf der Terrasse des Hotels Koenigshof die Welt kurz stehengeblieben zu sein.

Spätestens wenn man den Aufzug in der neunten Etage verlassen hat, kann man den Alltag für eine Weile hinter sich lassen. Neben der spektakulären Kulisse zwischen Justizpalais und Frauenkirche locken ein exklusives Ambiente und eine Küche, die Urlaubsstimmung garantiert.

Hannes Reckziegel kocht im Greta Oto südamerikanische Gerichte auf gehobenem Niveau. Von Ceviche bis Guacamole, von bekannt bis extravagant. Ob tropischer Papayasalat (19 Euro) oder bunte Taco-Auswahl (48 Euro), bei schönem Wetter genießt man hier unter freiem Himmel.

Unter der Woche bietet Reckziegel von 12 bis 14.30 Uhr ein Mittagsmenü an. Dann serviert er bunt zusammengestellte Bento-Boxen. Am Abend mixen die Bartender auch eine breite Palette an Cocktails. Unsere Empfehlung: Der Greta Oto Sour (19 Euro), ein klassischer Pisco Sour mit Rose und Hibiskus.

Karlsplatz 25, bei schönem Wetter täglich ab 12 Uhr

Otto 25: Die höchste Dachterrasse

Von hier wirkt München ziemlich kompakt. Das Otto 25 ist gerade eine gute Alternative zum geschlossenen Olympiaturm.
Von hier wirkt München ziemlich kompakt. Das Otto 25 ist gerade eine gute Alternative zum geschlossenen Olympiaturm. © Ben Sagmeister

Das Werksviertel mausert sich in den letzten Jahren mehr und mehr wieder zum Ausgehviertel. Neben den vielen größeren und kleineren Unternehmen, die hier angesiedelt sind, prägen inzwischen auch viele Lokale, Cafés und Bars das ehemalige Pfanni-Gelände.

Was viele noch nicht wissen: Hier gibt es mit dem Otto 25 die höchste Rooftop-Bar der Stadt. Der Blick von dort ist atemberaubend, das Panorama der kompletten Stadt von oben einmalig. 

Ein sympathisches Team betreibt das Otto 25 unabhängig vom Adina-Hotel im selben Hochhaus. Hier oben auf der 25. Etage steht alles von der Einrichtung bis zu den Getränken im Zeichen des Werksviertels. Diese bestellt und bezahlt man bequem über einen QR-Code am Tisch. Neben Wein und Cocktails gibt es auch das Kellerbier vom Fass von Werksviertel-Bräu (im 0,25-Glas 3,90 Euro), Cappuccino aus der Werksviertel-Rösterei (4,20 Euro) und demnächst auch die Schnäpse der Joh’s Eckart Brennerei. Zur Stärkung gibt es Panini (9,50 Euro) mit Schinken und/oder Käse.

Bei Regen setzen sich die Gäste in die Bar mit bodentiefen Fenstern eine Etage tiefer – und schauen immer noch von der höchsten Bar auf die Stadt hinunter.

Atelierstr. 22, Mi-So: 17 bis 1 Uhr, bei schönem Wetter Rooftop-Bar 14.30 bis 22 Uhr

Kulturdachgarten: Grüne Oase mit Mega-Ausblick

Der Blick vom Gasteig-Dach über die Stadt ist eine Schau!
Der Blick vom Gasteig-Dach über die Stadt ist eine Schau! © Imago/Fritsch

Man muss schon erst mal ein wenig Puste investieren und einiges an Stufen erklimmen, um hinaufzukommen, aufs Dach des alten Gasteigs. Oben angekommen tut sich dafür dann ein Mega-Panorama auf.
Hier oben ist auch heuer wieder eine richtige Dachgarten-Landschaft entstanden: Über zwei Ebenen verteilen sich Tische, Stühle und Bänke, genauso wie gemütlichere Sitz- und Liegeecken mit Plateaus und großen Sitzkissen und Sonnenschirmen mit Häkelfransen. Vieles ist liebevoll selbstgezimmert und eingerahmt vom üppigen Grün des Dachgartens, der eben wirklich ein urbaner Garten und nicht nur eine Terrasse ist.

Seit Ende April hat die Dachterrasse wieder geöffnet und weil ein toller Ausblick einfach jeden erfreut ist das Publikum hier angenehm durchmischt, jung, alt, chic, hip oder leger. Abends muss man schon mal unten anstehen, tagsüber ist es auf der Terrasse gleich viel entspannter, zum Beispiel bei einem Cappuccino (3,50 Euro). Auch sonst ist kulinarisch etwas geboten, mit neapolitanischer Pizza und Burgern, wie dem Classic Smashburger (11,90 Euro), einem Halloumi-Burger (12,90 Euro) oder Gorgonzola-Burger (13,90 Euro). Zu trinken gibt’s freilich Helles (Tegernseer 3,90 Euro), verschiedene Weine oder auch, neben dem üblichen Aperol, Spritz-Varianten wie Veneto Spritz (9,20 Euro), Pornstar-, Tropical, oder Crimson Spritz (9,90 Euro). my

Bei schönem Wetter täglich ab 10 Uhr. Rosenheimer Str. 5, keine Reservierungen, nur Kartenzahlung. Zugang über Treppe am Gasteig Süd schräg gegenüber S-Bahn-Zugang.

Graf Rumford: Die pinkste Terrasse der Stadt

Nicht nur Barbie-Fans genießen im rosa Schanigarten des Graf Rumford ihren Spritz. Hier her kommen auch viele Kunst-Fans.
Nicht nur Barbie-Fans genießen im rosa Schanigarten des Graf Rumford ihren Spritz. Hier her kommen auch viele Kunst-Fans. © ho

Bei der Eröffnung im vergangenen Jahr nannte der Gründer Niklas Mosch seinen Stehausschank Graf Rumford großmundig den hipsten Stehausschank der Stadt. Nun legt er nach und eröffnet dort die laut eigenen Angaben pinkste Terrasse der Stadt – und die AZ kann das bis jetzt auch nicht widerlegen.

In dem Ecklokal, wo zuvor jahrelang die Billardkugeln rollten und an vielen Automaten gespielt wurde, tummeln sich jetzt viele junge, aber auch ältere Menschen.
Das Konzept scheint sich bewährt zu haben: Eine Mischung aus Barbetrieb und regelmäßig wechselnden Ausstellungen im Nebenraum. Das fördert zum einen Künstlerinnen und Künstler der Stadt und spült zum anderen immer wieder neue und andere Leute ins Graf Rumford.

Der rosa Schanigarten peppt die Ecke zwischen Klenze- und Rumfordstraße zusätzlich auf. Auf den rosa Stühlen, Bänken und Tischen lässt sich wunderbar der Tag ausklingen und der Alltag für ein paar Stunden vergessen. Getrunken wird das, was es auch drinnen gibt: Spaten vom großen Tank (die Halbe kostet 5 Euro), und San-Miguel-Bier (3 Euro). Dazu Prosecco (35 Euro/Flasche), Longdrinks (11,50 Euro) und natürlich Spritz in allen Varianten (9 Euro). ruf

Rumfordstr. 32, Mi-Sa ab 18 Uhr, bei schönem Wetter ab 15 Uhr

Deutsche Eiche: Mitten im Gärtnerplatzviertel

Die Gäste Luca (v.l.) und Holger stoßen auf der Dachterrasse der Deutschen Eiche auf ihren Feierabend an.
Die Gäste Luca (v.l.) und Holger stoßen auf der Dachterrasse der Deutschen Eiche auf ihren Feierabend an. © Daniel von Loeper

Die Deutsche Eiche ist inzwischen zu einer Art Pilgerstätte für Anhänger von Freddie Mercury geworden, der hier während seiner Münchner Jahre gerne feierte. Aber nicht nur Queen-Fans kehren gerne dort ein.
Im Sommer treffen sich die Münchnerinnen und Münchner am liebsten auf der Dachterrasse des queeren Lokals. Hoch über den Dächern des quirligen Gärtnerplatzviertels lässt sich vortrefflich Spritz trinken. Wie wäre es denn einmal mit einer etwas anderen Variante? Zum Beispiel dem Eiche Spritz (10,90 Euro) mit Prosecco, Gin, Basilikumlikör, Soda, Orange und Basilikum?

Trotz luftiger Höhe gibt’s aber auch ganz bodenständiges Helles von Augustiner (5,10 Euro) oder zum Frühstück oder am Nachmittag Cappuccino (4,10 Euro). Wer Hunger bekommt, der darf sich unten im Wirtshaus etwas zu Essen bestellen und nach oben bringen lassen. Mit etwas Glück findet man auch einen Platz, denn Reservierungen gibt es keine. Die Plätze werden jeweils nach dem Prinzip, "Wer zuerst kommt..." vergeben.

Reichenbachstr. 13, bei schönem Wetter täglich geöffnet von 7 bis 22 Uhr, Barbetrieb ab dem frühen Nachmittag

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.