Rohstoffmangel: Das Handwerk wird ausgebremst

Materialmangel behindert den Aufschwung nach der Coronapandemie.
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Nach eineinhalb Jahren Corona-Pandemie fehlt dem Handwerk nun Material für den Aufschwung.
Nach eineinhalb Jahren Corona-Pandemie fehlt dem Handwerk nun Material für den Aufschwung. © dpa

München - Eigentlich könnte die Aufholjagd nach der Pandemie im bayerischen Handwerk jetzt so richtig losgehen: Niedrige Zinsen und Nachholeffekte sorgten bei den 208.400 Betrieben in Bayern im dritten Quartal für ein Rekordhoch bei den Auftragsbeständen.

Mangel stoppt Aufschwung

Doch jetzt bremsten Materialbeschaffungsprobleme und steigende Preise auch für die Energie den Aufschwung kräftig aus, berichtete der Präsident des Bayerischen Handwerkstags Franz Xaver Peteranderl gestern: "Die konjunkturelle Erholung nach Corona ist alles andere als ein Selbstläufer."

Situation entspannter als im Vorjahr

Dennoch klagt das Handwerk auf einem deutlich höheren Niveau als noch vor einem Jahr. Die Konjunktur-Ampel im Handwerk stehe "klar auf grün", sagte Peteranderl. Ende September bewerteten 51 Prozent der Betriebe ihre Lage als gut und weitere 36 Prozent als befriedigend. Diese Werte lagen um sechs Prozentpunkte über dem Vorjahresquartal.

Lange Wartezeiten durch Materialmangel

Wie sehr der Materialmangel die Konjunktur bremst, zeigt sich am enorm hohen Auftragsbestand, der im dritten Quartal bei zehn Wochen lag.

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Dieser Anstieg um 1,3 Wochen gegenüber dem Vorjahresquartal sei "zu diesem Zeitpunkt eher ungewöhnlich". Bei weitem hätten nicht alle Bestellungen abgearbeitet werden können.

Die Belegschaften der einzelnen Betriebe werden ständig kleiner. Während die Zahl der Handwerksbetriebe bis Ende September um 1,1 Prozent auf 298.400 wuchs, ging die Zahl der Beschäftigten um 0,3 Prozent auf 963.600 zurück.

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