Riesiges Banner über München ausgerollt: Aktivisten protestieren in luftiger Höhe – darum geht es

An einem Baukran in etwa 60 Metern Höhe haben Aktivisten vor der Münchner Sicherheitskonferenz ein Banner entrollt. Die Aktivisten wollen durch den Protest auf die europäische Abhängigkeit von Russland und den USA durch Flüssiggaslieferungen aufmerksam machen, wie es in einer Mitteilung von Greenpeace hieß.
Am frühen Morgen stiegen laut der Umweltschutzorganisation zehn Kletterer auf den Kran und brachten das Transparent mit der Aufschrift "Break free from Tyrants" (auf Deutsch: Befreie dich von den Tyrannen) an. "Wer über Sicherheit spricht, muss auch über Energiepolitik sprechen", hieß es in der Erklärung weiter. Gegenüber der Abendzeitung bestätigt die Münchner Polizei, dass die Aktion kurz vor 6.20 Uhr startete. Um 9.30 Uhr kamen die Aktivisten laut Angaben der Polizei freiwillig vom Baukran. Im Vorfeld hätten die Beamten den Aktivisten von Greenpeace einen Ersatzort für die Aktion angeboten, was diese aber ablehnten. Anschließend wurden laut Polizei neun Personen in die Gefangenensammelstelle im Polizeipräsidium München gebracht. Diese wurden eingerichtet, um Personen während der Sicherheitskonferenz nach Festnahmen erkennungsdienstlich erfassen zu können.
Weitere Proteste in der Innenstadt am Freitag
In ihrer Mitteilung kündigte Greenpeace bereits weitere Protestaktionen rund um die Konferenz an. Für den Vormittag haben Greenpeace-Aktivisten eine weitere Demonstration auf dem Marienplatz angekündigt – ebenso in unmittelbarer Nähe der Münchner Sicherheitskonferenz. Mit überlebensgroßen, aufblasbaren Skulpturen von US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin wollen sie auf Bannern "Sichere Energie statt Gas-Abhängigkeit" fordern. Wie die Aktivisten mitteilen, stehen die beiden abgebildeten Regierungschefs dabei auf einem 10 Meter langen Modell eines Gas-Tankers, auf dessen Längsseite "Fossil Gas" zu lesen sein soll.

Die Münchner Sicherheitskonferenz ist das weltweit wichtigste Expertentreffen zur Sicherheitspolitik. Sie findet dieses Wochenende wieder im Hotel Bayerischer Hof in der Münchner Innenstadt statt.