Rewe rund um die Uhr: Wo Münchens erster Supermarkt ohne Personal steht

Die vielen "Smart Fridges", also intelligenten Kühlschränke in dem neuen "Rewe To Go"-Laden an der Brudermühlstraße 25 summen vor sich hin an diesem Dienstagvormittag: Zur Eröffnung luden die Rewe-Tochter Lekkerland und das Wohnungsunternehmen Vonovia, in dessen Wohnkomplex in Sendling der neue Laden jetzt eröffnet hat.
Normalerweise laufen hier über die Lautsprecher Musik, Nachrichten oder Werbungen, alles von einer Firma extra für solche Läden entwickelt. Zur Eröffnung aber muss die pausieren, denn Christian Schulz von Lekkerland erzählt, wie das hier alles überhaupt funktioniert, rund um die Uhr, so ganz ohne Kasse und ohne Mitarbeiter.

Alles außer Bargeld
"Wir nehmen alles außer Bargeld - EC-Karte, Google Pay oder Apple Pay auf dem Handy", erklärt Schulz. Man geht normal durch die Eingangstür, nur zwischen 22 Uhr und 6 Uhr in der Früh muss man per Karte die Türe aufsperren.
Dann steht man in einem rund 70 Quadratmeter großen Ladengeschäft, in dem an allen Wänden große Kühlschränke platziert sind. Die sind mit Getränken, Süßigkeiten, Snacks, Sandwiches und Fertigmahlzeiten bestückt. Neben dem Kaffeeautomaten gibt es außerdem Extra-Automaten für Bier und für E-Zigaretten, die per Personalausweis bedient werden können, und einen Gutschein-Automaten, zum Beispiel für Notfall-Geschenke.

Zwischen den Schränken gibt es Touch-Displays. Wenn man Karte oder Handy da dranhält, werden 8 Euro vorreserviert, dann kann man die Türen öffnen und die gewünschten Artikel herausnehmen. "Vollkommen egal, was es ist", sagt Schulz.
Man kann die Ware anschauen und auch wieder zurücklegen, wenn man sich umentscheidet. "Wir haben hier eine über Kameras und Richtsensorik gesteuerte KI drin", erklärt Schulz. Die Kameras machen vorher und nachher ein Bild von den Warenregalen und merken so, was entnommen wurde. Zudem gibt es in den Regalen Gewichtssensoren.

Schnelles Einkaufen und Convenience
Der entsprechende Betrag wird dann nach der Auswahl automatisch abgebucht und Kunden können noch per QR-Code eine Quittung bekommen. Es geht in dem Laden vor allem um "schnelles Einkaufen und alles an Convenience, was die Kunden sich wünschen", sagt Schulz.

Zweimal die Woche sind aber trotzdem noch Menschen gefragt, dann werden die Regale von Hand nachgefüllt. Neben den Regalen in den smarten Kühlschränken ist auch der ganze Laden von Kameras überwacht - mit direkter Anbindung an den Rewe-Sicherheitsdienst.
Auch wissenswert: Die Waren kosten hier mehr als im regulären Rewe-Markt, seien aber günstiger als an der Tankstelle.