Rentnerin betrogen: Gold im Wert einer halbe Million im Kochtopf übergeben

Die Betrugsmasche ist eigentlich uralt, funktioniert aber leider gelegentlich noch immer: Am Mittwochmittag meldete sich ein Mann telefonisch bei einer über 80 Jahre alten Rentnerin aus Schwabing. Er behauptete, in der Nachbarschaft sei vermehrt eingebrochen worden.
Geschickt horchte der falsche Polizist die Frau aus, ob sie Wertgegenstände in ihrer Wohnung habe. Die müsse man in Sicherheit bringen, um sie vor den Einbrechern zu schützen, behauptete der Anrufer.
Goldbarren im Gesamtwert von 500.000 Euro
Der Trickbetrüger brachte die Seniorin dazu, mehrere Goldbarren im Gesamtwert von fast 500.000 Euro sowie rund 20.000 Euro in bar in einen Kochtopf zu packen. Den sollte die Schwabingerin vor ihre Wohnung stellen. Ein Kollege werde die Wertgegenstände an sich nehmen und in Sicherheit bringen, behauptete der falsche Polizist.
Als die Rentnerin misstrauisch wurde und nachsah, war der Topf mit dem Gold und dem Bargeld bereits verschwunden. Die Kripo ermittelt.
Weitere Seniorin betrogen
Bei einem weiteren Trickbetrug konnte die Polizei am Dienstag einen verdächtigen 21-Jährigen an der Schwanthalerhöhe festnehmen. Er soll geholfen haben, eine Seniorin um ihre Ersparnisse zu betrügen. Die 90-Jährige erhielt am 20. Mai einen Anruf von einem falschen Polizisten, der behauptete, der Neffe der Frau habe einen tödlichen Unfall gebaut, sie solle die Kaution bezahlen.
Als die Rentnerin später in der Nähe einer Bank einem jungen Mann 60.000 Euro übergab, sah eine Passantin zu. Sie befürchtete einen Betrug und schoss mit dem Handy Fotos von dem 21-Jährigen und dessen Auto. Zivilfahnder erkannten den Verdächtigen und das Kennzeichen seines Autos wieder. Das Geld ist weg.