Rentner rastet aus: Polizei jagt flüchtenden Schwimmer über den Feringasee

Ein 70-Jähriger aus München und eine 28-jährige Frau geraten beim Schwimmen im Feringasee heftig aneinander. Der Mann beleidigt und beschimpft die Frau. Zeugen, die eingreifen, bedroht der Mann mit einem Stein. Die Polizei folgt dem flüchtenden Schwimmer im Boot der Wasserwacht. 
Ralph Hub
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Der Feringasee in Unterföhring war am Wochenende  Schauplatz eines nicht unbedingt alltäglichen Polizeieinsatzes.
Der Feringasee in Unterföhring war am Wochenende Schauplatz eines nicht unbedingt alltäglichen Polizeieinsatzes. © Mladen Lackovic via www.imago-images.de

Heiß her ging es am Samstag im Feringasee in Unterföhring. Eine 28-Jährige aus dem Landkreis Oberallgäu und ein 70-jähriger Münchner kamen sich am späten Vormittag beim Schwimmen irgendwie in die Quere.

Der Auslöser für den kuriosen Streit ist so schwer zu fassen wie ein glitschiger Fisch im Wasser. Die einen sagen, es sei zu einer zufälligen, flüchtigen Berührung zwischen beiden Schwimmern gekommen. Andere behaupten, es sei mit Wasser gespritzt worden – was beim Schwimmen nicht ungewöhnlich wäre.

Der Streit im Wasser wird schnell hitzig

Jedenfalls wurde es zwischen der Frau und dem Mann recht schnell hitzig. Der Münchner soll die 28-Jährige nach Angaben einer Polizeisprecherin beleidigt und sie dabei als "hässlich" und zudem auch als "Arschloch" bezeichnet haben.

Andere Badegäste greifen ein

Die 28-Jährige schwamm zum Ufer zurück. Andere Badegäste, die den Streit beobachtet hatten, wollten der Frau helfen. Das machte den 70-Jährigen offenbar noch wütender. Laut Polizei soll er sich am Ufer einen Stein geschnappt und damit die umstehenden Leute bedroht haben. Weitere Zeugen riefen schließlich die Polizei zu Hilfe. Mehrere Streifen rückten an.

Rentner flüchtet in die Seemitte

Der Münchner flüchtete zurück ins Wasser und schwamm mitten auf den See in die Nähe einiger Bojen. Dort blieb er. Er fuchtelte im Wasser mit den Armen herum und schrie unverständliches Zeug. Die Beamten wussten nicht so recht, was der 70-Jährige damit genau bezweckte. Sie dachten, der Mann befinde sich in einer Notlage und brauche eventuell Hilfe. Daher verständigten die Polizisten die Wasserwacht Unterföhring. Die kam auch sofort mit einem Motorboot, in das die Polizisten einstiegen und zu dem Schreihals draußen mitten auf dem Feringasee fuhren.

Verfolgung im Boot

Die Beamten holten den 70-Jährigen an Bord. In einer Notlage befand er sich offensichtlich nicht. Im Boot der Wasserwacht ging es zurück ans Ufer. Die Polizisten nahmen die Aussagen der beteiligten Personen auf. Am Fahrrad des Rentners fanden die Beamten einen Gummiknüppel. Der Rentner wurde deshalb wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt. Zudem wird gegen den Münchner wegen Bedrohung und Beleidigung ermittelt. Warum der Mann beim Schwimmen so heftig aus der Haut fuhr, ist noch immer nicht geklärt. Bei der Polizei hatte der Mann bis zu seinem Badeausflug an den Feringasee jedenfalls eine weiße Weste.

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