Raus an Ostern: Zehn Tipps aus der AZ-Redaktion

Wandern mit Schmankerl-Option, urban flanieren oder mal wieder in die Pedale treten: Die Tipps der Redaktion fürs lange Wochenende.
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Das Kloster Reutberg
Das Kloster Reutberg © dpa

München - Das Osterfest steht an. Zehn AZ-Redakteure stellen ihre besten Tipps für die Feiertage vor.

Ein Familienspaß!

Toller Anblick!
Toller Anblick! © imago/Westend61

Für einen Moment fühlt man sich fast wie im Regenwald, wenn die Wassermassen rauschen, die Vögel zwitschern und zwischen den Bäumen die Sonne hindurchblinzelt: Kein Wunder, dass die Josefstaler Wasserfälle bei Ausflüglern so beliebt sind. Zwischen Schliersee und Spitzingsee gelegen (Josefstaler Straße 28, 83727 Schliersee), führen mehrere Routen ans Ziel. Zum Beispiel vom Bahnhof Fischhausen-Neuhaus aus, bis dorthin fährt von München die BOB. Man kann zuvor eine Runde um den Schliersee wandern oder aber direkt zu den Wasserfällen aufbrechen. Nach einer guten Stunde Marsch und einem kleinen Aufstieg am Ende der Josefstaler Straße durch den Wald hört man das Wasser von Schritt zu Schritt lauter plätschern. Eine schöne Erfrischung bei warmem Wetter. Auch Familien mit Kindern haben dort ihren Spaß.

Maximilian Koch

Mit Kanonen auf Drachen

Der Drache am Rathaus
Der Drache am Rathaus © jot

Einen Vorteil haben Pandemie und Beschränkungen: Man bekommt Details unserer Stadt in den Blick. Das reicht für mehrere Seuchen - die natürlich keiner will. Apropos Seuchen: Der Drache, der an der südwestlichen Fassaden-Ecke am Neuen Rathaus hochkriecht, soll einst die Pest nach München gebracht haben. Hier haben ihn mutige Männer auf dem Marienplatz gestellt und mit einer Kanone erschossen. Diese Legende erzählt AZ-Autor Florian Kinast in "111 Orte für Kinder, die man gesehen haben muss" (Emons Verlag). Ach wäre die Pandemie-Bekämpfung heutzutage noch so einfach zu haben.
John Schneider

Hot-Dog-Wanderung

Hier gibt's Hot Dogs.
Hier gibt's Hot Dogs.

Wer mit Spaziermuffeln oder Teenagern zusammenlebt, kennt das Problem. Bei persönlichem Wohnungskoller werden folgende Fragen grundsätzlich mit "Nein!" beantwortet: Wollen wir mal wieder Wandern? Wie wäre es mit einem kleinen Spaziergang? Ein bisschen frische Luft gefällig? Jetzt ist mir eine Frage eingefallen, mit der ich jeden vom Fernseher weglocken kann: Ich geh jetzt Hot-Dog-Wandern - wer kommt mit? Dem Asam Schlössl in Thalkirchen (Maria-Einsiedel-Straße 45, Sa-So: 12-18 Uhr) sei Dank muss ich nicht mehr alleine an der Isar spazieren. Von Donnerstag bis Sonntag werden dort im Garten die Grills angeworfen und es gibt Pommes, Burger, Hot Dogs und mehr zum Mitnehmen. Bier und sogar Cocktails kann man ebenfalls bestellen und sich bei schönem Wetter ein schönes Pausen-Plätzchen suchen. Die Vorfreude ist das Ziel, Frischluft nur Nebensache.
Ruth Frömmer

Radeln mit Picknick

Mir san mitm Radl da!
Mir san mitm Radl da! © dpa

Das Wetter animiert einen ja geradezu, an Ostern zu sporteln. Sonne und zwischendurch ein paar Wolken - mit der passenden Kleidung ist es das richtige Wetter zum Radeln, zum Beispiel zum Starnberger See. Die Tour dauert etwas mehr als eine Stunde pro Strecke, der Weg ist recht einfach zu merken. Je nach Startpunkt können die Routen natürlich anders aussehen, mein Startpunkt liegt in der Isarvorstadt. Der Weg zum Starnberger See führt über die Plinganserstraße in Sendling, die nach einiger Zeit zur Wolfratshauser Straße wird. Man radelt fast parallel zur Isar bis Solln - verlässt beim Waldfriedhof Solln die Wolfratshauser Straße auf die Wilhelm-Leibl-Straße und dann weiter Richtung Süden auf die Warnbergstraße. Auch sie verlässt man nach etwa zwei Kilometern und orientiert sich an der A95, neben der man entweder parallel bis nach Starnberg fährt oder etwas westlich der Autobahn den Radlweg durch den Forstenrieder Park gen Süden wählt. Vorbei an Schwaige, Leutstetten und der Kapelle St. Peter landet man auf der Gautinger Straße mitten in Starnberg und dann auch am Ufer des Sees. Für ein Picknick eignen sich neben einer Brotzeit mit Radi, Bergkäse und Obatzdn auch wunderbar Käseblätterteigschnecken, Quiche mit Lauch und Schinken oder Nudelsalat.
Victoria Kunzmann

Kloster-Wanderung

Das Kloster Reutberg liegt auf einem Hügel unweit der Ortschaft Sachsenkam im Landkreis Tölz und ist schon von Weitem sichtbar. Aufgrund seiner idyllischen Lage über dem Kirchsee und wegen des Biergartens mit Bergblick ist es ein beliebtes Ausflugsziel. Leider ist der Biergarten derzeit wegen der Corona-Krise geschlossen. Man erreicht das Kloster am einfachsten mit dem Auto von Holzkirchen, nach Kurzenberg rechts abbiegen. Wir fahren über die Stubenbachstraße bis zum Kloster. Zu Fuß geht's zurück zur Kirchseestraße, der wir folgen. Es geht hinunter zum Kirchseebach, dem Abfluss des Kirchsees, und wir wandern durch abwechslungsreiche Landschaft mit mooriger Vegetation. Die Kirchseestraße führt uns entlang des Nordufers um den Kirchsee, einem Relikt der Würmeiszeit. Der 42 Hektar große Kirchsee wird von Moorwasser gespeist und kommt auf eine maximale Tiefe von 16 Metern. Erst nach sechs Kilometern stoßen wir noch mal auf ein Sträßchen, das uns nach Kirchseemoor mit seinen zwei Häuschen bringt. Wir biegen von der Straße nach links ab und kommen am Neuweiher vorbei sowie kurz drauf am Mühlweiher, bevor wir wieder am Kloster Reutberg ankommen.
Ralph Hub

Auf ein Picknick mit Seeblick

Der Bismarckturm.
Der Bismarckturm. © Droste V.

Obwohl er klotzig und protzig dasteht, gilt der Bismarckturm in Assenhausen als Glücksort im Fünf-Seen-Land. Das wuchtige Monument steht im Kontrast zur Landschaft - ein besonderer Anblick. Der Platz auf einer Anhöhe bei Leoni ist erlesen und gibt den Blick frei auf das Blau des Starnberger Sees. Der wuchtige Turm ist von 1899. Auf seiner Spitze thront ein Adler aus Bronze, der nach Norden zeigt. Skurril, dass im Fünf-Seen-Land ein preußischer Politiker mit so einem imposanten Bauwerk aus Kalkstein geehrt wird. Historischer Hintergrund: Durch die Verhandlungen des durchaus umstrittenen Otto von Bismarck schloss sich Bayern, als letzter süddeutscher Staat, dem Deutschen Reich an. Die Worte "Friede" und "Krieg" sind in den trutzigen Turm eingraviert. Das 30 Meter hohe Bauwerk bietet seinen Besuchern übrigens eine schöne Annehmlichkeit, da seine 16 Rundbögen über dem quadratischen Sockel eine Art Halle bilden. Wanderer, die die 1,7 Kilometer vom Schiffsanleger in Leonie hochspazieren, finden hier Schutz bei Regen. Und bei Aprilwetter gelingt in den alten Mauern ein erstes formidables Frühjahrs-Picknick - mit Seeblick und Dach.
Eva von Steinburg


Dürrbergstraße, 82335 Berg (Parkplatz Erholungsgebiet). ÖPNV: Bus 961 vom Starnberger Bahnhof Richtung Ammerland (Haltestelle Sibichhausen)

Bergtour mit Getränkeautomat

Die Aussicht von der Hochries.
Die Aussicht von der Hochries. © Privat

Die Hochries im Chiemgau ist kein unbekannter, aber ein in Corona-Zeiten praktischer Berg. Denn das Gipfelplateau ist schön breit und so können sich Wanderer gut verteilen. Wer vom Wanderparkplatz Spatenau (Samerberg) aufsteigt, sollte im Winter für die elf Kilometer lange Tour insgesamt fünf Stunden einplanen. Hoch geht es über die Seitenalmen, absteigen kann man bei wenig Schnee auf einem alternativen Weg, der einen zunächst in Richtung Riesen-Hütte führt. Super: Der Weg führt an einem Getränkeautomaten vorbei, auf die Spezi oder das Helle beim Abstieg muss also auch in Corona-Zeiten nicht verzichtet werden.
Sophie Anfang

Was Feines für die Feiertage

Sieht gut aus, schmeckt auch.
Sieht gut aus, schmeckt auch. © Facebook/@samsushiandmeat

Wer schon jetzt keine Ostereier mehr sehen kann, der sollte auf Röllchen umsteigen: Das Sam - Sushi & Meat im Westend (es gibt auch Läden in der Maxvorstadt und in Neuhausen) bietet hervorragende Sushi-Kreationen für alle, die sich gerne etwas gönnen möchten. Die Auswahl ist klein aber mit feinstem Fisch oder ausgefallenen Trüffel-Spargel-Kreationen sehr edel. Und wer partout kein Sushi mag, kann Ramen und verschiedenste Bowls - auch vegetarisch oder vegan - wählen oder sich quer durch die japanischen Tapas bestellen (große Empfehlung: die Veggie-Dumplings). Die Preise sind gehoben, dafür wird das Essen auch in der To-Go-Variante wunderbar liebevoll angerichtet. Das "Sam" bietet auch Lieferung an, noch schöner ist's aber, wenn man durch die netten Straßen ab der Westendstraße in Richtung Schwanthalerhöhe spaziert und sich seine Wunderbox persönlich holt.
Lisa Marie Albrecht

Das Dorf in der Stadt

Münchens letzte Fiakerei in der Barbarasiedlung.
Münchens letzte Fiakerei in der Barbarasiedlung. © Sigi Müller

Es ist ein Kleinod, dieses einzige Modell des geförderten Kleinsiedlungsbaus in München: die Barbarasiedlung (1909-18) zwischen Schwere-Reiter-, Barbara- und Infanteriestraße. Ein Dorf (mit Kirche!) in der Stadt am Rande des Olympiaparks. Ein Spaziergang kann also beides verbinden. Die Kleinsiedlung ist wirklich pittoresk - und beherbergt Münchens letzte "Fiakerei". Ja, genau die Kutscherei, die im Englischen Garten unterwegs ist. Und wer jetzt nach Olypark und Barbarasiedlung Hunger und Durst hat (was bei der auch ohne Corona ja traditionellen Gastro-Diaspora am Olympiagelände kein Wunder ist), marschiert einfach noch die Infanterie- und Görresstraße entlang bis zur Schleißheimer Straße, wo ein "Kiosk" (bis 23 Uhr!) wirklich alles hat.
Thomas Müller

Ein Spaziergang für alle

Blühende Bäume, blauer Himmel und viel zu erkunden.
Blühende Bäume, blauer Himmel und viel zu erkunden. © dpa

Wer im Norden oder Osten der Stadt lebt und die nähere Umgebung nach einem Jahr Corona inzwischen in- und auswendig kennt, dem empfehle ich einen ausgedehnten Spaziergang durch den Westpark. An der U6-Station "Westpark" aussteigen und die Garmischer Straße entlang laufen direkt auf den Park zu. Das Gelände ist zweigeteilt, Hungrigen empfehle ich den östlichen Parkabschnitt. Dort liegt das Café Gans am Wasser mit einer Auswahl an Speisen und Getränken: etwa Punsch, heiße Schokolade, frischgepresste Säfte und Kuchen. Natürlich alles to go und bei gutem Wetter (Infos unter gansamwasser.de). Ans Herz legen kann ich die hausgemachten Pommes (3,80 Euro). Der Westpark erfüllt unterschiedlichste Bedürfnisse. Es gibt diverse Spielplätze, eine Gymnastikwiese, einen Rosen- und einen Chinesischen Garten, Aussichtspunkte, eine Kneippanlage und vieles mehr.
Thilo Schröder

 

 

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