Raubüberfall mit Spielzeugwaffe

Sie brauchten dringend Geld - da kamen drei 16-Jährige aus Sendling auf die dämliche Idee, mit einer Spielzeugpistole einen Raubüberfall zu verüben.
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Sie brauchten dringend Geld - da kamen drei 16-Jährige aus Sendling auf die dämliche Idee, mit einer Spielzeugpistole einen Raubüberfall zu verüben.

München - Mit abgeschnittenen T-Shirt-Ärmeln über dem Kopf gezogen sahen die drei Burschen eigentlich eher lächerlich aus. Doch die Pistole, die sie am Montagabend in der Plinganserstraße einem 46-jährigen Kaufmann unter die Nase hielten, ließ keinen Zweifel. Die 16-Jährigen meinten es ernst. Die Schüler hatten es auf das Geld des Münchners abgesehen.

Mit ihrer Pistole in der Tasche schlichen die Jugendlichen durch Mittersendling. Sie wollten sich Geld beschaffen – mit einem eiskalt geplanten Raubüberfall. Gegen 22.40 Uhr liefen sie zufällig einem 46-jährigen Kaufmann über den Weg. Der Münchner kam gerade aus einer Kneipe in der Plinganserstraße. Sie folgten ihm. Auf Höhe der Hausnummer 110 zog einer der Jugendlichen die Spielzeugpistole. Die beiden anderen schnitten dem Opfer den Fluchtweg ab.

„In der Dunkelheit wirkte die Pistole täuschend echt, von einer scharfen Waffe war sie nicht zu unterscheiden“, betont eine Polizeisprecherin. Die Jugendlichen forderten Geld. „Ich habe keines“, beteuerte der Kaufmann. Doch die Jugendlichen glaubten ihm nicht. Erneut verlangten sie die Geldbörse. Der 46-Jährige hatte tatsächlich keinen Euro mehr bei sich. Schließlich gaben sie auf und flüchteten ohne Beute.

Von einer nahegelegenen Kneipe aus verständigte der Kaufmann die Polizei. Wenig später entdeckte eine Streife drei verdächtige Jugendliche. Das Trio kam mit zur Wache. Dort legten die Schüler ein Geständnis ab.

Gegen die Jugendlichen, die in einer betreuten Wohneinrichtung in Sendling leben, wird wegen versuchter räuberischer Erpressung ermittelt. Gestern wurden sie dem Haftrichter vorgeführt. Unter Auflagen kamen sie am Nachmittag wieder auf freien Fuß.

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