Ratatouille frei Schnauze

Hier erzählt ein bekannter Münchner von seinem Wochenende. Heute ist das die Sängerin und Schauspielerin Sophie Berner, die sich gerne in der Küche ausprobiert.
| Sophie Berner
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Hier erzählt ein bekannter Münchner von seinem Wochenende. Heute ist das die Sängerin und Schauspielerin Sophie Berner.

Es gibt da diese Wohnung in der Hohenzollernstraße, aber ich muss sagen: Seit einem Jahr bin ich fast nur noch unterwegs. Bad Hersfeld, St. Gallen, Gießen, Fulda, Berlin – ein Musical hier, ein anderes dort. Das Reisen ist dabei das anstrengendste, aber ich habe ja noch keine Familie, da kann man das noch machen.

Wenn ich hier bin, dann gehe ich jeden Tag in den Englischen Garten zum Joggen. Eine Runde um den Kleinhesseloher See, so fängt dann jeder Tag an.

Ich finde, Inneneinrichtung ist ein spannendes Thema. Deswegen bummele ich ganz gerne durch die Straßen und schaue mir an, was in den Läden zu Möbeln umfunktioniert wird. Die Hohenzollernstraße ist ja mittlerweile zu einer richtigen Einkaufsmeile geworden. Da geht das ganz gut. Mein Lieblingsladen ist allerdings in einer ganz anderen Ecke, nämlich im Gärtnerplatzviertel. Da gibt es in der Baaderstraße das Cat with a Hat, einen kleinen Second-Hand-Laden mit altem Schmuck und Vintage-Klamotten.

Zudem liebe ich es, essen zu gehen, am allerliebsten ins Hotel Louis am Viktualienmarkt. Von der Atmosphäre her ist es mir dort fast ein wenig zu steril, die haben viel helles Holz verbaut. Und ein bisschen teuer ist es auch, aber die haben eine japanische Küche, die ist einfach sensationell. Man bekommt da kleine Tapas, aber eben auf japanische Art. Dazu gibt es tolle Drinks und der Service ist wirklich überragend gut.

Ansonsten gehe ich gerne ins Goldene Kalb in der Utzschneiderstraße, das betreibt ein Freund von mir, der Marko Huth. Und ich gehe gerne ins Bobby's in der Gabelsbergerstraße, das gehört auch einer Freundin von mir, der Sophie Wolfram, die kenne ich noch aus Schulzeiten. Ich bin gerne irgendwo, wo ich die Leute schon kenne, das schafft eine ganz andere Atmosphäre.

Ich koche auch selbst unheimlich gerne. Mein Stiefvater ist Franzose. Der hat in Frankreich gearbeitet und von dort immer wieder die leckersten Sachen mitgebracht, Käse und Gemüse vom Markt. So mit 16 habe ich dann angefangen, das nachzukochen, was er auch oft gekocht hat, Ratatouille und ähnliches. Nie nach Rezept, nur nach Gefühl. Und so mache ich es noch heute.

Wenn ich abends noch etwas trinken gehe, dann gerne ins Schumann's am Odeonsplatz. Das kommt wahrscheinlich daher, dass meine Mutter mit ihren Freunden da früher schon immer hingegangen ist. Da wurden wir Kinder manchmal mitgeschleppt. Und als wir selbst in dem Alter waren, Cocktails zu trinken, sind wir eben auch da hin, da kannte man uns dann schon.

Auch eine sehr schöne Bar ist das Freebird in der Nordendstraße. Das ist ein wunderschöner Laden, da gibt es sehr gute Drinks. Es ist alles eher klein und persönlich gehalten. Die Leute sind nicht zu jung, dazu ein paar Lebenskünstler – eine gute Schwabinger Mischung eben. Und hinter der Bar steht der Maximilian. Schon lustig, das klingt jetzt so, als würde ich mich ständig nur in Bars herumtreiben, aber in München kenne ich tatsächlich viele Gastronomen.

Protokoll: Florian Zick

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