Rassistischer Angriff in München: Eritreer (21) an der S-Bahn bewusstlos getreten

Bereits am Freitag vor zwei Wochen hat sich in München ein brutaler Angriff mit fremdenfeindlichem Hintergrund ereignet. Ein Afrikaner wurde dabei so heftig verprügelt, dass er das Bewusstsein verlor.
| Christoph Elzer
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München – Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, fand der Vorfall bereits am 15.06.2018 statt. An jenem Freitag waren zwei 28-jährige Deutsche aus dem Landkreis München und dem Landkreis Ebersberg mit einer S8 in Richtung Johanneskirchen unterwegs. In der S-Bahn trafen sie auf eine Gruppe Eritreer.

Nach aktuellem Ermittlungsstand der Polizei beleidigten die Deutschen die Eritreer zunächst rassistisch. Als alle Beteiligten dann am S-Bahnhof Ismaning ausstiegen, eskalierte die Situation. Einer der beiden Deutschen riss einen 21-jährigen Eritreer zu Boden und trat dann so lange auf ihn ein, bis sein Opfer das Bewusstsein verlor. Unbeteiligte Zeugen gaben außerdem an, dass es noch zu weiteren Faustschlägen zwischen den beiden Gruppen gekommen sein soll.

Der niedergeschlagene 21-Jährige wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, wo er eine Nacht zur Beobachtung bleiben musste. Die beiden Tatverdächtigen wurden wegen gefährlicher Körperverletzung sowie Beleidigung angezeigt.

Da die Ermittlungen zu dem Fall noch nicht abgeschlossen sind, hofft die Polizei auf Aussagen weiterer Zeugen.

Zeugenaufruf:

Zeugen der Auseinandersetzung am Bahnhofsgelände Ismaning oder in der S-Bahn, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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