Radlhauptstadt: Viele offene Baustellen

AZ-Meinung zum Radln in der Stadt: Auf Münchens Straßen gibt es viele offene Baustellen. Die Stadt hat noch einiges zu tun.
| Lea Kramer
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München - Die Radwege in München sind bestenfalls in Ordnung, das weiß jeder, der links der Isar öfter mal in die Pedale tritt. Die Stadt ist zwar nicht fahrradablehnend, aber auch nicht besonders radlfreundlich. Vielleicht liegt es daran, dass in der selbst erklärten Radlhauptstadt noch so viele Baustellen offen sind. Wächst die Stadt weiter, ist es allerdings höchste Zeit, auf das platzsparende und ökologische Verkehrsmittel Radl zu setzen. Das ist allerdings nicht so einfach, wie man vermuten mag.

Erstens: Die Autolobby ist noch so stark, dass ein Vorschlag von der Grünen, die Altstadt zur „autofreien Zone“ zu erklären, abgebügelt wurde. Zweitens: Der Wille zu Radl-Autobahnen ist zwar da. Wie das Beispiel Rosenheimer Straße aber zeigt, höchst komplex in der Umsetzung und voller Fallstricke. Drittens: Von Blutdruck- und Umweltaspekten abgesehen, ist es ist aus ökonomischer Sicht nur geringfügig sinnvoll, aufs Rad umzusteigen.

Eine einfache Fahrt im Nahverkehr kostet 2,70 Euro. Der Spritpreis beträgt derzeit 1,42 Euro je Liter. Bei Carsharing-Angeboten wie „Drive Now“ zahlt man 24 Cent pro Fahrminute. Bei drei Personen macht das genau so viel wie mit einem Leihradl. Wenn München in Zukunft tatsächlich Radler auf die Straße bringen will, muss die Stadt größere Anreize schaffen.

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