Mehr Platz für Radfahrer: Bauarbeiten an belebter Straße starten nächste Woche

Direkt nach Ostern beginnt das Baureferat mit den Umbaumaßnahmen in der Domagkstraße. Bis Mitte 2028 sollen Rad- und Gehwege angelegt werden. Die sind aber nicht die einzigen Änderungen.
von  André Wagner
In der Domagkstraße sollen bis Mitte 2028 zahlreiche Baumaßnahmen umgesetzt werden. (Archivbild)
In der Domagkstraße sollen bis Mitte 2028 zahlreiche Baumaßnahmen umgesetzt werden. (Archivbild) © anf

Im Münchner Norden verbindet die 1,5 Kilometer lange Domagkstraße die Leopold- mit der Ungererstraße und erschließt auch die Parkstadt Schwabing. Ab Dienstag, 7. April beginnen nun in der Domagkstraße Umbauarbeiten, welche die Sicherheit und den Komfort für Fußgänger und Radfahrer deutlich erhöhen soll. 

"Mit dem Umbau der Domagkstraße erhöhen wir die Sicherheit und den Komfort für alle, die hier zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Bus unterwegs sind. Wer die bisherige Infrastruktur vor Ort kennt, der weiß, dass schmale Fuß- und Radverkehrsanlagen dem aktuellen Mobilitätsverhalten und wachsenden Radverkehrsaufkommen nicht mehr angemessen sind. Breitere Gehwege, sichere Radwege und neue barrierefreie Haltestellen tragen fortan zur deutlichen Verbesserung der Verkehrssituation bei", so die Münchner Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer in einer Pressemitteilung.

Bis Mitte 2028 soll in der Domagkstraße umgebaut werden

Grundlage der baulichen Maßnahmen ist das Raumaufteilungs-Konzept, welches vom Münchner Mobilitätsreferat entwickelt wurde. In verschiedenen Abschnitten soll bis Mitte Mai 2028 zwischen Leopoldstraße und Ungererstraße beidseitig bauliche Radwege angelegt und die bereits vorhandenen Gehwege ausgebaut werden. Auf den Streckenabschnitten zwischen den Kreuzungen werden die Radwegbreiten überwiegend 2,5 Metern betragen. Ein 50 Zentimeter breiter Sicherheitsstreifen trennt den Radverkehr vom Autoverkehr.

Im Rahmen der Bauarbeiten werden zudem die Bushaltestellen entlang der Strecke barrierefrei ausgebaut und mit Wartehäuschen versehen. Darüber hinaus wird die Straßenbeleuchtung saniert und Ampelanlagen erneuert. Lieferzonen werden neu geordnet, Taxistandplätze verlegt und E-Ladepunkte an einem nahegelegenen Standort ersetzt.

Erster Bauabschnitt beginnt direkt nach Ostern

"Die Domagkstraße ist als Teil des Äußeren Radlrings eine für den Radverkehr wichtige und viel befahrene Verbindung zwischen der Parkstadt Schwabing und dem Domagkpark sowie dem Englischen Garten. Bisher war der Radverkehr hier abschnittsweise auf der Fahrbahn bei Tempo 50 oder auch auf einem schmalen Gehweg, der für den Radverkehr freigegeben ist, unterwegs. Ich freue mich, dass durch den Umbau zukünftig der Rad- und Fußverkehr jeweils eine eigene Verkehrsfläche zur Verfügung hat und es so zu weniger Konflikten kommt. Zusätzlich werden auch die angrenzende großen Kreuzungsbereiche an der Leopold- und an der Ungererstraße übersichtlicher und damit sicherer gestaltet", so Mobilitätsreferent Georg Dunkel.

Am 7. April beginnen zuerst die Umbauten im Abschnitt zwischen Ungererstraße und Walter-Gropius-Straße. Danach folgt der Abschnitt bis zur Gertrud-Grunow-Straße. 2027 soll dann voraussichtlich bis zur Weimarer Straße weitergebaut werden. Der letzte Bauabschnitt bis zur Leopoldstraße erfolgt dann im Jahr 2028. Geht alles nach Plan, soll das Gesamtprojekt voraussichtlich Mitte 2028 abgeschlossen sein.

Die Kosten für die Baumaßnahmen sollen bei 16,695 Millionen Euro liegen und werden aus der Nahmobilitätspauschale finanziert. Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit fördert das Projekt zudem im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit 2,68 Millionen Euro.

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