Radfahrer-Club fordert: Weg mit den Autos in der Dienerstraße

Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer: Allgemeiner Deutscher Fahrradclub macht radikale Vorschläge für die Altstadt
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Stets gefährlich: Wenn Autofahrer und Radler hier an der Dienerstraße aufeinander prallen. Foto: Schlüter
az Stets gefährlich: Wenn Autofahrer und Radler hier an der Dienerstraße aufeinander prallen. Foto: Schlüter

Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer: Allgemeiner Deutscher Fahrradclub macht radikale Vorschläge für die Altstadt

MÜNCHEN Die Straßen der Altstadt sind eng, und so kommt es immer wieder zu (Interessens-) Kollisionen zwischen Fußgängern, Radfahrern und Autos. Mit radikalen Schritten will der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) die besonders prekäre Situation auf der Radl-Hauptroute zwischen dem Odeonsplatz und dem Rindermarkt entschärfen: Raus mit Privat-Pkw aus der Dienerstraße, Verkleinerung von Freischankflächen, Öffnung von Einbahnstraßen für Radler in die Gegenrichtung, baulich markierte Radwege und eine Entrümpelung des Schilderwaldes.

Knackpunkt ist seit Jahren die Nord-Süd-Verbindung für Radler vom Odeonsplatz über Residenz- und Dienerstraße zum Rindermarkt. Gleichzeitig auch eine Hauptstrecke für Fußgänger. „Ein praktikables Miteinander muss das Ziel sein“, so der ADFC. Zu den Forderungen des Rad-Clubs gehören:

Die autofreie Dienerstraße: Der Kfz-Verkehr soll aus der Nord-Süd-Route „komplett herausgenommen werden“. Außer: Taxis, Busse, Lieferverkehr. Das betrifft auch die Schrammerstraße und den Max-Joseph-Platz vor der Oper.

Bei der Residenzpost sollten „Lage und Breite“ der Freischankflächen „kritisch geprüft“ werden.

Dort sollten zur deutlichen Abgrenzung des Radwegs vom Fußgängerbereich 3,5 Zentimeter hohe Niederborde gezogen werden.

„Sämtliche Straßen innerhalb des Altstadtrings“ sollen geprüft werden, sie als Tempo-30-Zone oder „Fahrradstraße“ auszuweisen. Als Fahrradstraße eigne sich besonders die Sparkassenstraße. Dort solle „kritisch“ geprüft werden, ob der Verkehr in beiden Richtungen beibehalten wird.

Einbahnstraßen der Altstadt sollen für Radler in beiden Richtungen geöffnet werden.

Die Altstadt brauche mehr Fahrradabstellplätze und ein „Fahrradparkleitsystem“.

Für Radler müssten „attraktive Alternativrouten“ angeboten werden, um die viel befahrene Nord-Süd-Route zu entlasten.

Die „Patchwork-Situation“ auf der Route müsse vereinfacht werden, wo bislang Radwege, Fußgänger und Kfz-Verkehr durcheinander fließen.

Der unübersichtliche Schilderwald in der Altstadt - gerade im Bereich der Residenzpost - müsse entrümpelt werden, weil sich niemand die vielen Hinweise und Anweisungen merken könne.

In der Residenzstraße sollten die Gehwege deutlich verbreitert werden. wbo

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