Radfahren in München: Was sich alles ändert

Die Stadt mörtelt den Fahrradverkehr weiter auf: Nacht-Radeln in der Fußgängerzone, mehr Rikscha-Plätze und mehr geöffnete Einbahnstraßen. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick.
| Anne Kostrezewa
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Die Stadt mörtelt den Fahrradverkehr weiter auf: Nacht-Radeln in der Fußgängerzone, mehr Rikscha-Plätze und mehr geöffnete Einbahnstraßen. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick.

München - Die Radlsaison in München hat längst begonnen. Und jetzt rüstet die Stadt mit zahlreichen Neuerungen den Radlverkehr richtig auf. Das ist auch dringend nötig, hat der Anteil des Radlverkehrs auf Münchner Straßen doch allein in den letzten neun Jahren laut KVR um 70 Prozent zugenommen – und soll weiter steigen: Momentan liegt der Gesamtanteil des Radlverkehrs bei 17 Prozent, bis 2015 sollen es 20 sein.

Das bedeutet für die Münchner zunächst leider nicht nur Verbesserungen: „Bei den beengten Platzverhältnissen in unserer Stadt sind Konflikte programmiert“, gibt KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle zu bedenken.

Umso mehr ist die Stadt bereits heuer bemüht, das Potenzial der Radlwege und Straßenführungen in der Innenstadt voll auszuschöpfen. Die wichtigsten Neuerungen:

Aktion „BITTE sucht DANKE“:

Rund um den Marienplatz kleben jetzt an zwei Stellen Bodenmarkierungen, die Verkehrsteilnehmer um mehr Rücksicht und die Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit bitten.

Fährt man zwischen Rathaus und „Ludwig Beck“ oder auf Höhe des Petersplatzes entlang, prangt in blau erst das Schild „Bitte“, dann „Schritttempo“ und schließlich „Danke“ auf der Fahrbahn.

Nachtradeln in der Fußgängerzone:

Seit vergangener Nacht ist in der Fußgängerzone das Radeln erlaubt! Die Regelung gilt zwischen 22 und 8 Uhr und ist zunächst auf ein Jahr begrenzt. In dieser Testphase beobachten Polizei und Kommunale Verkehrsüberwachung, ob und welche Konflikte sich daraus zwischen Fußgängern und Radlfahrern ergeben. Zudem führt das Referat für Stadtplanung manuelle und automatische Zählungen des Verkehrsaufkommens sowie Befragungen durch.

Mehr Einbahnstraßen für Radler frei:

Mit der Hohenwaldeckstraße in Obergiesing hat das KVR die 300. Einbahnstraße in beide Richtungen für Radlfahrer freigegeben. Im Laufe des Jahres werden noch folgende Straßen folgen: Sophienstraße (zwischen Lenbachplatz und Arcostraße), Fritz-Berne-Straße (zwischen Atterseestraße und Am Knie) und Lautererstraße zwischen Aretinstraße und Grünwalder Straße.

Mehr Rikscha-Stellplätze:

Zu den 15 bekannten Plätzen am Rindermarkt entlang des Hugendubel gibt es künftig bis zu vier weitere Plätze zwischen Fischbrunnen und „Ludwig Beck.“ Im Gegenzug sind für die Fahrradtaxen der restliche Marienplatz und die angrenzenden Straßen tabu. Absolutes Halteverbot zwischen Fischbrunnen und Hugendubel: Das gilt uneingeschränkt – auch für Busse und Taxen.

 

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