Public Viewing in München: Trübsal in Schwarz-Rot-Gold

Die Erwartungen an Jogis Jungs waren hoch, nach dem Spiel sitzt der Schock bei Münchens Fußball-Freunden umso tiefer – eine düstere Partie in bunten Bildern
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Die Fans sind geschockt vom Spielergebnis
Gregor Feindt Die Fans sind geschockt vom Spielergebnis

MÜNCHEN - Die Erwartungen an Jogis Jungs waren hoch, nach dem Spiel sitzt der Schock bei Münchens Fußball-Freunden umso tiefer – eine düstere Partie in bunten Bildern

Tausende Fußball-Fans haben am Freitagnachmittag auf der Leopoldstraße das 0:1-Drama der Nationalelf gegen Serbien verfolgt. Nach dem 4:0-Tore-Fest gegen Australien waren die Erwartungen hoch und die Vorfreude riesig. Am Ende überwogen die langen Gesichter. Nur die Handvoll Serben, die sich das Spiel auf der Leopoldstraße angeschaut hatte, jubelte lauthals „Serbia!“.

Hartgesottene saßen bei herbstlichen 15 Grad und Nieselregen wie festgefroren in den Biergärten entlang Münchens Feiermeile. Wehe dem, der seinen wärmenden Fanschal und den Fanhut daheim vergessen hatte.

Die Stimmung glich dem Wetter: anfangs noch heiter, dann vermehrt trübe und stark bewölkt. Alle warteten – vergeblich – auf den Tore-Rausch, um sich durch Aufspringen und Jubeln richtig einzuheizen. Viele Jugendliche bibberten vor Kälte und Anspannung vor den Fernsehern und Leinwänden bei Weißbier und heißer Schokolade. Vom Kultusministerium gab es extra Fußball-frei.

Am Ende bliesen tausende Fans Trübsal in die schwarz-rot-goldene Plastiktröte.

Sylvia Petersen

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