Prozess um Messerstecherei in München: Der Täter ist Opfer - und umgekehrt

... und umgekehrt. Die beiden Angeklagten haben im Streit aufeinander eingestochen.
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Beide Männer sind Täter und Opfer.
Daniel Loeper Beide Männer sind Täter und Opfer.

Das ist mal originell: Auf derselben Anklagebank am Landgericht haben gestern zwei Männer Platz genommen, die laut Anklage sowohl Täter als auch Opfer einer Messerstecherei geworden sind.

München - Die beiden 33-Jährigen waren am 7. August 2017 in einem Hinterhof an der Freisinger Straße in Berg am Laim in Streit geraten. Paruar S. hatte beobachtet wie ein Mann im Hof seines Hauses geschlagen und getreten wurde. Mit einem Küchenmesser bewaffnet ging er runter.

"Das Messer war ein Drohmittel", gibt er auf Nachfrage des Vorsitzenden Richter Michael Höhne zu. Schließlich standen ihm vier Männer im Hof gegenüber.

Doch bei der Drohung blieb es nicht. Paruar S. stach auf Yavuz V. ein, traf ihn an der Schulter, das Messer zerbrach. Das Opfer ergriff laut Anklage die abgebrochene Klinge und setzte dem fliehenden Messerstecher nach. Als er ihn gestellt hatte, stach er seinerseits zu, traf Paraur S. im Bauch. Beide Männer räumen die Anklagevorwürfe im Wesentlichen ein. Leugnen wäre auch sinnlos, da ein Video von dem Vorfall existiert.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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