Prozess in München: Verteidiger von mutmaßlicher IS-Terroristin mit Plädoyer

Im Prozess um die mutmaßliche IS-Terroristin Jennifer W. vor dem Oberlandesgericht München wird am Freitag das Plädoyer der Verteidigung erwartet. Die Bundesanwaltschaft forderte bereits lebenslange Haft, die Nebenklage eine Verurteilung wegen Mordes.
| AZ/dpa
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Die Angeklagte Jennifer W. im Gerichtssaal in München.
Die Angeklagte Jennifer W. im Gerichtssaal in München. © Peter Kneffel (dpa)

München/Lohne -Im Prozess gegen die IS-Rückkehrerin und mutmaßliche Terroristin Jennifer W. wollen die Verteidiger der Angeklagten am Freitag vor dem Oberlandesgericht München plädieren.

Die junge Frau soll dabei zugesehen haben, wie ein fünf Jahre altes jesidisches Mädchen in der Stadt Falludscha im Irak starb - in der Mittagssonne angekettet in einem Innenhof. Nach Angaben der Anwälte ist zudem eine umfangreiche Stellungnahme ihrer Mandantin im Rahmen des sogenannten letzten Wortes geplant.

Lebenslange Haft gefordert

Mitte September hatte die Bundesanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für W. gefordert, die aus Lohne in Niedersachsen stammt. Sie sei unter anderem der Versklavung mit Todesfolge, der Mitgliedschaft in einer Terrororganisation und Kriegsverbrechen schuldig.

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Kurz darauf schloss sich die Anwältin der Mutter des Mädchens, die als Nebenklägerin auftritt, dem Anklage-Plädoyer weitgehend an und forderte eine Verurteilung wegen Mordes. Das Urteil wird nach Gerichtsangaben voraussichtlich frühestens am 13. Oktober fallen.

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