Prozess in München: Mann soll seine Frau jahrelang misshandelt haben

Prozess am Landgericht: Ein 55-Jähriger soll seine Lebensgefährtin über Jahre misshandelt haben.
| John Schneider
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Der Angeklagte und sein Anwalt Nicolas Frühsorger.
jot Der Angeklagte und sein Anwalt Nicolas Frühsorger.

München - Stimmen die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, ist Jana F. (Namen geändert) jahrelang durch die Hölle gegangen. Ihr Partner, der 55-jährige Kaufmann Dimitrios N., soll die Frau immer wieder geschlagen, schwer verletzt, massiv bedroht, und in einem Fall auch vergewaltigt haben. Dazu kommt der Vorwurf eines schweren Raubes. Der Angeklagte selbst schweigt am Freitag zu den Vorwürfen.

Und die wiegen schwer. Im September 2015 soll es laut Staatsanwaltschaft den ersten Vorfall gegeben haben. Damals habe der Angeklagte seinem Opfer in der gemeinsamen Obergiesinger Wohnung mit Kniestößen eine Rippe gebrochen.

Und in diesem Stil ging es laut Anklage weiter. Mal schlug er seine Lebensgefährtin heftig gegen den Kopf, so dass sie ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt, mal verdrehte er ihr das linke Handgelenk, bis es brach.

Schwere Vorwürfe: Schläge, Misshandlung und sogar Vergewaltigung

Im Januar des vergangenen Jahres schaffte es Jana F. endlich, sich aus ihrer Hölle zu befreien. Sie kam in einem Frauenhaus unter. Aber auch danach kam es zu Übergriffen des Angeklagten, sagen die Ermittler. Im April 2019 passte er die Frau zwei Mal mit dem Auto ab. In beiden Fällen habe er die Frau vergewaltigen wollen.

Beim ersten Mal scheiterte er an der heftigen Gegenwehr der Frau, beim zweiten Mal drohte er ihr massiv, unter anderem mit den Worten: "Wenn ich die jetzt gehen lasse, sehe ich dich nie wieder und müsste dich eigentlich erwürgen". Dann legte er ihr die Hände an den Hals. Sie habe ihn zwar beruhigen können. Aber nach zwölfstündiger Autofahrt habe er die völlig verängstigte Frau dann doch vergewaltigt.

Der Angeklagte Dimitrios N. wird außerdem mit einem Raubüberfall am 9. Februar 2019 in Verbindung gebracht. Dabei erbeuteten drei Räuber von einem Münchner Gegenstände im Wert von 35.000 Euro. Der Prozess wird fortgesetzt.

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